Freitag, April 12, 2024

Red Ivy: „Werne ist und bleibt unsere musikalische Heimat“

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Werne. Am Wochenende haben „Red Ivy“ aus Werne erst ihr zweites Live-Konzert im laufenden Jahr gespielt. Das Heimspiel in der Freilichtbühne war seit Beginn der Pandemie insgesamt erst der dritte Auftritt der ehemaligen Schulband des Gymnasium St. Christophorus.

WERNEplus sprach mit Sängerin Hannah Wetter (24) und Bassist Tobias Schroer (25) nicht nur über ausgefallene Proben und Konzerte, sondern auch über das Thema Impfen und die kommende Single.

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Seit März vergangenen Jahres habt Ihr gerade einmal drei Konzerte gespielt. Für eine Band, die gern auf der Bühne steht, ist das arg wenig, oder?

Hannah Wetter: Definitiv. Vor allen Dingen dann, wenn man daraus viel Energie zieht und sich gerade mit den Auftritten einen Namen in der Szene machen möchte. Da ist es nicht ganz so leicht, sich über eine so lange Zeit motiviert zu halten.

Tobias Schroer: Besonders im Winter war es während des Lockdowns schwer, da wir uns dann auch nur online treffen konnten.

Das heißt, dass die klassischen Proben wegen der Beschränkungen oft ausgefallen sind?

Tobias Schroer: Ja, das war schwierig. Wenn wir uns getroffen haben, haben wir uns vorher immer getestet, mittlerweile ist aber die ganze Band durchgeimpft.

Ihr seid also Impf-Befürworter?

Hannah Wetter: Auf jeden Fall. Ich hoffe sehr, dass sich viele Menschen, die noch zögern, sich das noch einmal noch einmal überlegen und sich impfen lassen. Denn sonst haben wir irgendwann das nächste Problem.

Unkreativ seid Ihr trotz Zwangspause nicht gewesen, sondern habt mit „Sweet Dream“ und „Catch Me If You Can“ zwei neue Singles veröffentlicht. Gibt es dazu demnächst ein Album?

Tobias Schroer: Ein Album ist aktuell nicht geplant, denn für uns hat sich die sukzessive Veröffentlichung einzelner Singles bisher bewährt. Da wir die Musik nicht hauptberuflich machen, wäre es auch schwierig, sich drei Wochen lang in ein Studio einzuschließen, um ein Album aufzunehmen.

Hannah Wetter: Eine neue Single haben wir derzeit aber noch in der Pipeline. Dazu würden wir gern ein Video drehen, aber auch das ist unter Corona-Bedingungen und aus organisatorischen Gründen nicht so leicht zu realisieren. Aber wir sind optimistisch, dass das im Herbst klappt.

Wie heißt die neue Nummer?

Hannah Wetter: Das Lied heißt „By Your Side“. Darin geht es darum, dass man für jemanden da ist, den man mag, besonders dann, wenn es der Person mal nicht gut geht. Letztlich ist es ein Song über Freundschaften. 

Jean-Michel Kellermann, Hannah Wetter, Benedikt Schulz, Tobias Schroer und Felix Möller alias „Red Ivy“ konnten am Wochenende endlich wieder live spielen. Foto: Volkmer

Der Auftritt in der Freilichtbühne ist das erste Heimspiel seit dem Auftritt beim ersten Straßen-Festival im Jahr 2017. Wie groß sind Aufregung und Vorfreude gewesen?    

Hannah Wetter: Die sind schon – je näher der Auftritt gekommen ist – gestiegen. Es ist auch schon etwas Besonderes, wenn man vor so vielen bekannten Gesichtern auftritt.

Tobias Schroer: Werne ist und bleibt unsere musikalische Heimat. Wir haben auch immer noch unseren Proberaum hier. Live-Auftritte vor vielen Menschen, die man kennt, sind dann dazu natürlich ein Highlight.

Zur Freilichtbühne hat die Band gute Kontakte. So weit ich weiß, habt Ihr, bevor Ihr Anfang diesen Jahres die unplugged-Version von „Sweet Dreams“ hier gedreht habt, schon vorher mit der Bühne zusammen gearbeitet, oder?

Hannah Wetter: Das stimmt. Für das Stück „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ haben wir 2017 die Musik komponiert und dann bei der Premiere und der letzten Aufführung live gespielt. Seitdem sind wir gut in Kontakt. Dazu zieht einen die Location irgendwie an, weil die Atmosphäre hier schon besonders ist.

Wie sind die Planungen in Sachen Live-Shows bis zum Ende des Jahres?

Hannah Wetter: In Anbetracht der leider wieder steigenden Zahlen sind viele Veranstalter jetzt wieder zurückhaltend. Da der Sommer quasi vorbei ist, sind die Veranstalter vorsichtig, wenn es um die Planung von Konzerten in geschlossenen Räumen geht. Dennoch sind wir gern dabei, wenn wir irgendwo spielen können.

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