St. Christophorus will ökofaire Gemeinde werden

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Werne. Der Klimawandel verändert die Erde und ist, wenn auch durch die Corona-Pandemie etwas aus dem öffentlichen Fokus zurückgedrängt, das zentrale globale Problem des Jahrhunderts. Ein Umdenken in großem Maßstab, gerade in den Industrienationen, ist erforderlich und teilweise bereits im Gang. Die Begrenzung der Erderwärmung und der damit verbundenen katastrophalen Einflüsse auf die Umwelt kann nur gelingen, wenn Staat, Wirtschaft und Gesellschaft an einem Strang ziehen.

Dies schließt nicht zuletzt auch die Kirchen und die Gemeinden mit ein, für die neben der Erhaltung der Lebensqualität auf unserem Planeten auch der göttliche Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung Motivation zum Handeln ist.

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Vor etwa zwei Jahren hat daher der Pfarreirat der Gemeinde St. Christophorus den Ausschuss „Bewahrung der Schöpfung“ ins Leben gerufen, der sich mit Fragen der ökologischen Verantwortung der Gemeinde beschäftigt und Überlegungen anstellt, wie die Gemeinde ihren Umgang mit den Ressourcen unserer Welt verbessern kann. Im Rahmen des Projektes „Zukunft einkaufen“ der katholischen und evangelischen Kirchen in Deutschland möchte die Gemeinde die Möglichkeiten eines großen „Verbrauchers“ nutzen, ihren Einfluss auf die Produzenten auszuüben, ökologische und ethische Standards zu verbessern. Ein wichtiger Schritt hierzu stellt die offene Positionierung der Gemeinde dar, ökologisches und faires Handeln zum eigenen Maßstab zu setzen.

Daher haben Pfarreirat, Kirchenvorstand und das Seelsorgeteam beschlossen, für die Gemeinde, einhergehend mit der Selbstverpflichtung, eine Reihe von Kriterien zu erfüllen, die Zertifizierung als „Ökofaire Gemeinde“ durch das Bistum Münster zu beantragen.

Die Gemeinde verpflichtet sich hierbei unter anderem, möglichst regionale, nachhaltige und faire Produkte zu verwenden, recycelte und recycelbare Materialien zu verwenden oder bei Bau- und Renovierungsmaßnahmen ökologische Aspekte bei Baumaterial und Energieeffizienz zu berücksichtigen. Diese Kriterien sollen unter anderem auch bei der Anschaffung von Mobiliar und Fahrzeugen zum Tragen kommen. Der Einsatz von Ökostrom in der Gemeinde und beispielsweise der ersten Solaranlage auf einem kirchlichen Gebäude im Bistum, der neuen Zentralrendantur an St. Konrad, sind bereits wichtige Schritte auf diesem Weg. Weitere Schritte sollen folgen. Eine erste Einschätzung der Bistumsverantwortlichen, als ökofaire Gemeinde zertifiziert zu werden verlief bereits positiv, so dass mit der Verleihung des Zertifikates, vermutlich im Sommer diesen Jahres, zu rechnen ist.

„Es gibt für uns nur diese eine Erde“, so Marianne Schäper-Mürmann, Vorsitzende des Pfarreirates, „und es ist unser Auftrag, sie für die zukünftigen Generationen und alle Geschöpfe lebenswert zu erhalten.“

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