30 Jahre Unterstützung für junge Familien: KSD feiert in Werne

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Werne. Die KSD-Schwangerschaftsberatung ist die zentrale Anlaufstelle für die Unterstützung bei
Problemen während einer Schwangerschaft in Werne und Lünen. Am 9. Dezember 2022 feierte sie zusammen mit dem Babykorb ihr 30-jähriges Bestehen.

Eröffnet durch Maria-Elisabeth Lang vom Katholischen Sozialdienst (KSD) e.V. begann um 11 Uhr die Veranstaltung. Sie verdeutlichte gleichzeitig die Bedeutung des neuen Standortes der Anlaufstelle in der Innenstadt: „Hier nah und zentral läuft der Laden, und es kann vielen geholfen werden“.

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Dabei brachte Andreas Thiemann (Geschäftsführer des KSD) den Grundgedanken der Beratungsstelle in seiner Begrüßung nochmal auf den Punkt: „Junge Mütter und Familien sollen
praktische Hilfe bekommen und auf dem Weg in die Selbstständigkeit flankiert werden.“ So soll es Ziel sein, für Familien Türen zu öffnen und nicht nur praktisch kurzfristig zu helfen, sondern auch durch psychosoziale Beratung, zum Beispiel in Sachen Schulden den Familien langfristig zu helfen.

Gestiegen ist in den letzten Jahren der Anteil an Frauen mit Einwanderungsgeschichte. Mit über 56 Prozent stellen sie inzwischen die Mehrheit da. Ausgeweitet wurde das Beratungsangebot inzwischen auch auf mehreren Kanälen der digitalen Welt. Diese können inzwischen per Chat, Mail oder per Video durchgeführt werden.

„Großer Bahnhof“ für die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen von Schwangerschaftsberatung und Babykorb. Foto: Nova Teichert

Auch Regine Hölscher–Mulzer von der Schwangerschaftsberatung beim Sozialdienst katholischer Frauen beschrieb in ihrem Impuls-Vortrag „Guter Hoffnung?! Herausforderungen rund um die Schwangerschaft“, die Bedeutung einer solchen Anlaufstelle für Familien: „Wir entwickeln mit den Frauen zusammen Perspektiven, um damit stellvertretend für Familien guter Hoffnung zu sein.“

Abschließend führten Maria-Elisabeth Lang und Hildegard Wiegert-Fahnert alle Anwesenden durch die Geschichte des Babykorbes, die mit drei Umzügen und den vielen Veränderungen und Prägungen der drei Jahrzehnte durchaus turbulent war. Die 14 engagierten Frauen sortieren und verkaufen – wie bereits vor 30 Jahren – die gespendete Kinderkleidung. Sie freuen sich, wenn Schwangere, junge Mütter, aber auch Großeltern, glücklich und zufrieden eine Ausstattung für ihrer Kinder erwerben. Besonders gerne stehen sie beim Verkauf beratend zur Seite und haben immer gute Ideen und Empfehlungen.

Dezernent Frank Gründken sprach die Dankesworte für die Stadt Werne, gerichtet an Maria-Elisabeth Lang vom KSD. Foto: Teichert

Als neuste Möglichkeit des Zusammenkommens eröffnen die Ehrenamtliche des KSD und das Familiennetz das „Netz-Café“. Betreut durch fünf Ehrenamtliche öffnet das Café immer donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Neutor 5 seine Türen. Gegen eine freiwillige Spende gibt es Kaffee und Waffeln oder Kekse. Jede/r sein willkommen, Familien sind eingeladen, im Familiennetzt zusammenzukommen, sei es für einen netten Nachmittag oder aber für eine Beratung.

Dezernent Frank Gründken dankte den Ehrenamtlichen und betonte auch die Wichtigkeit eines
solchen Angebotes: „Für die Unterstützung zur Selbsthilfe, aber auch für eine dauerhafte Hilfe, ist die Stadt Werne dem KSD dankbar.“

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