Anfragen der IR: Stockumer Straße und Penningrode/Ovelgönne im Blick

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Werne. Vier Anfragen der Initiative Rad, gebündelt in einem Tagesordnungspunkt, hatte der Ausschuss für Umwelt Mobilität und Klimaschutz am Mittwoch (23. November 2022) auf dem Tisch. Hier kommt der zweite Teil mit den Punkten 3 und 4.

Punkt 3: Modellversuche zu Tempo 30 in Verbindung zu einer Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht. Als Begründung wird der seit Jahren unzumutbare Zustand auf den beidseitigen Radwegen entlang der Straßen Penningrode und Ovelgönne angeführt, den täglich zahlreiche Rad fahrende Schüler/innen Gymnasien nutzen müssen. Bis der Kreis Unna die angekündigte grundlegende Sanierung von Penningrode, Ovelgönne und Selmer Landstraße realisiert hat, werden voraussichtlich noch mehrere Jahre vergehen, ist man überzeugt.

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Die Capeller Straße verfüge innerorts auf ihrer Westseite über einen intensiv genutzten, kombinierten Zweirichtungs-Rad- und Gehweg. Dieser ist aktuell allerdings viel zu schmal angelegt und provoziert bei der Begegnung seiner Nutzer Konflikte, bzw. es ist sogar schon zu Unfällen gekommen. Wurzelaufbrüche und nachträglich geflickter Asphalt behinderten das sichere Vorankommen.

Die Radwege auf der Ovelgönne (Bild) und Penningrode sind in einem desolaten Zustand. Foto: Wagner

Modellversuche auf Penningrode und Ovelgönne wurden im Ausschuss allerdings ablehnend betrachtet. „Hier fahren tausende Schüler/innen, das wäre katastrophal. Wir brauchen keinen Versuch für Maßnahmen, die wir ablehnen“, fasste Adelheid Hauschopp-Francke (SPD) klipp und klar zusammen. Der Kreis Unna als zuständige Straßenbehörde plane hier deutliche Verbesserungen, informierte Adrian Kersting. Inzwischen sei auch ein Planungsbüro gefunden, ergänzte er zum Stand der Dinge.

Punkt 4: Anlage von beidseitigen Radfahrstreifen entlang der Stockumer Straße zwischen Hansaring und Neutor. Hier müsse die Stadtverwaltung tätig werden und an beiden Seiten des Straßenabschnitts in Mehrzweckstreifen in Radfahrstreifen umwandeln, findet die IR.

Die Stockumer Straße sei eine wichtige, stark befahrene Verbindung, auf welche auch viele Radfahrer/innen zwingend angewiesen seien. Entlang der Stockumer Straße östlich des Hansarings, sowie auch entlang der Kurt-Schumacher-Straße im Westen gebe es bereits eine grundlegende Rad-Infrastruktur. Der Mehrzweckstreifen werde zudem häufig von parkenden Fahrzeugen blockiert und Radfahrende auf die stark befahrene Pkw-Fahrbahn mit Tempo 50 ausweichen.

Die Idee fand im Ausschuss Anklang, denn quer durch die Fraktionen wurde die Gefahrenstelle ähnlich beurteilt. Knackpunkt seien vor allem auch dort parkende Lkw, schilderte Christoph Schade (Die Grünen), dass Radfahrer/innen auf die Straße ausweichen müssten. Weil es sich hier aber um eine Landesstraße handele, Baulastträger ist Straßen.NRW, habe man hier keinen Einfluss, hieß es im Gremium.

Im Tiefbauamt ist die Situation bekannt, ein Konzept in der Schublade. „Wir werden darauf hinweisen“, kündigte Kerstin für kommende Gespräche mit dem Landesbetrieb an. „Pragmatisch lösen, Beschilderung und Markierung durch die Stadt anbringen“, schlug Hauschopp-Francke vor und ergänzte zur Kostenfrage. „Notfalls über Spenden finanzieren.“

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