Dienstag, Februar 3, 2026

An(ge)dacht: Urlaub – eine Zeit, die wir uns heute erlauben

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Liebe Leserinnen und Leser,

da diese Zeilen digital sind, können Sie sie mit einem Klick auf der ganzen Erde lesen. Vielleicht sind Sie gerade im Urlaub und genießen die Zeit, vielleicht genießen Sie gerade das schöne Wetter zu Hause.

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Wo immer wir auch sind, wir nennen diese Zeit Urlaubs- oder Ferienzeit. In allen Sprachen werden Vorgänge oder bestimmte Dinge interessanterweise oft mit verschiedenen Namen belegt und bedeuten ungefähr das gleiche. Sommerzeit ist Urlaubszeit. Urlaub ist ein ganz bestimmtes Wort. Dieses Wort zerfällt in zwei Teile: Ur und Laub. Laub ist der gleiche Wortstamm wie „erlauben“. „Ur“ bezeichnet den Vorgänger oder Vorgesetzten, wie z.B. in dem Wort Urväter. Ur-laub ist also die Zeit, die in früherer Zeit Vorgesetzte erlaubten, um vom Dienst und von der Arbeit fernbleiben zu können. Urlaub – eine Zeit, die wir uns heute erlauben.

„Ferien“ haben einen ganz anderen Wortstamm. Der Begriff kommt von dem lateinischen Wort „feriae“. „Feriae“ bezeichnet Fest- und Feiertage, die arbeitsfrei sind. Schon im alten Rom wurden verschiedene Fest- und Feiertage unterschieden: Es gab staatliche, private und religiöse Feiertage. Im Begriff „Feriae“ schwingt aber immer das festliche Begehen dieser Tage mit. Wenn wir beide Begriffe für ein- und dasselbe verwenden, wird der Begriff „Urlaub“ oder „Ferien“ noch einmal inhaltstiefer und bunter. Diese Zeit, die wir also gerade genießen, ist eine Zeit, in der wir uns erlauben, arbeitsfrei zu sein und einmal die Seele baumeln zu lassen. Ebenso hat sie etwas Festliches, ja geradezu Feierliches, da viele Menschen sich über Monate nach diesen Tagen sehnen:

Genießen Sie diese Zeit und tun Sie auch Ihrer Seele in dieser Zeit etwas Gutes.

Genießen Sie die Natur, wo immer Sie auch sind und denken Sie daran, dass es die Schöpfung Gottes ist. Besuchen Sie in Ihrem Urlaub die vielen kunsthistorisch bedeutenden Kirchen und Kathedralen, tauchen Sie ein in diese wunderbare Kulturwelt und lassen Sie Ihre Seele atmen. 

Und vielleicht zünden Sie vor einem Heiligenbild eine Kerze für liebe Menschen und für sich selbst an. Ich wünsche Ihnen daher Gottes Segen für diese wunderschöne Zeit.

Und nebenbei: Wussten Sie, dass der Heilige Christophorus, unser Pfarrpatron, der der Legende nach das Jesuskind durch die Fluten getragen hat, der Patron der Reisenden ist? In diesem doppelten Sinn: Seien Sie gesegnet und behütet

Ihr

Pfarrdechant Jürgen Schäfer

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