Mittwoch, September 11, 2024

Biete-Runde für Gärtnerei Stadtgemüse rückt näher

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Werne. Es ist so weit: Am 20. November 2022 findet die Biete-Runde der Solidarischen Landwirtschaft in Werne statt.

Dann finden sich alle Haushalte zusammen, die sich an der solidarischen Landwirtschaft Gärtnerei Stadtgemüse beteiligen. Knapp vier Monate nach der Gründung der Gemüsegärtnerei steht somit ein weiterer Meilenstein an. 100 Haushalte werden den Landwirtschaftsbetrieb im kommenden Jahr mit ihren finanziellen Beiträgen tragen, informiert der Landwirt Laurin Liekenbrock.

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Solidarische Landwirtschaft, kurz SoLaWi, ist ein direkter Zusammenschluss von Verbrauchern und einem landwirtschaftlichen Betrieb. Anstatt einzelne Produkte mit einem Preis zu versehen, tragen Verbraucher und Landwirt gemeinsam die Produktionskosten und teilen die Ernte auf. „Das Gemüse verliert seinen Preis und erhält seinen Wert zurück“, beschreibt Gemüsegärtner Liekenbrock das Prinzip.

Die Gärtnerei Stadtgemüse setzt dabei auf Vielfalt. Bis zu 60 verschiedene Gemüse- und Kräuterarten sowie einige Obstarten sorgen für reichlich Abwechslung auf dem Speiseplan und stellen eine Versorgung für fast das ganze Jahr sicher. Im Herbst wurden bereits in gemeinschaftlicher Aktion ein Wildschutzzaun gebaut und erstes Wintergemüse für die erste Saison gepflanzt. Ein Folientunnel für Tomaten, Gurken und Wintergemüse befindet sich gerade im Bau.

Während die Grundlagen für den Anbau des Gemüses bereits geschaffen werden, sollen nun auch Erzeugnisse und Teilnehmende in der Biete-Runde zusammenfinden. Anstatt Gemüseanteile zum Festpreis zu verkaufen, werden hier alle beteiligten Haushalte zu Ernteteilern.

Ernte und Kosten teilen

Im Rahmen der Veranstaltung werden die Betriebskosten der Gärtnerei Stadtgemüse offengelegt. Aufgeteilt auf alle Ernteteiler ergibt sich der Betrag, den jeder Haushalt zur Deckung der Kosten beitragen müsste. Ausgehend von diesem Richtwert können nun alle Haushalte ihr Gebot abgeben. Wichtig ist, dass die benötigte Gesamtsumme zusammenkommt. „Jeder gibt, was er oder sie kann. Unsere Betriebskosten müssen am Ende gedeckt sein“, sagt Laurin Liekenbrock.

Für die erste Saison werde dieser Richtwert bei rund 27 Euro in der Woche liegen, Beobachter der Gemüsegärtner mit Spannung, ob das benötigte Budget auch zusammenkommt. Andere solidarische Landwirtschaften hätten bereits sehr gute Erfahrungen damit gemacht, ist man optimistisch. „Es ist ein Fest gemeinschaftlicher Landwirtschaft, wo man sich austauschen kann und wir als Gemüsegärtnerei Rückendeckung von den Ernteteilern erfahren. Das trägt auch uns durch die ganze Saison“, ist Laurin Liekenbrock überzeugt.

Die Gärtnerei Stadtgemüse hat noch einige Ernteanteile zu vergeben. Die Biete-Runde beginnt am 20. November 2022 um 13 Uhr im Landhof Zobel, Lünener Str. 170, in Werne.

Informationen unter 0151 23154134.

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