Black Friday: Gewerkschaft ver.di ruft bei Amazon in Werne zum Streik auf

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Werne/Dortmund. Zum diesjährigen Black Friday (25.11.2022) ruft ver.di zu
Arbeitsniederlegungen bei Amazon in Dortmund und Werne auf. Darüber informiert die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung. In Werne sei ein Demozug geplant, heißt es.

Seit vielen Jahren fordert ver.di von Amazon die Anerkennung der Tarifverträge des Einzelhandels NRW. Zuletzt kam die Forderung nach einem Tarifvertrag „Gute und Gesunde Arbeit“ hinzu. Der Onlineriese verweigere bisher jegliche Verhandlungen und erhöhe stattdessen die Löhne und Gehälter einseitig, schreibt ver.di.

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„Die von Amazon einseitig vorgenommenen Gehaltserhöhungen liegen bei 3 Prozent bis 3,8 Prozent. Sie ignorieren damit jedoch leider die Inflation und die Preissteigerungen, die derzeit grassieren und bedeuten nichts als Reallohnverlust für die Beschäftigten. Dabei bekommt der Onlineriese mit zwei Prime-Days und nun dem Black Friday, was die Umsätze angeht, den Hals nicht voll genug,“ erklärt ver.di-Gewerkschaftssekretär Philip Keens.

„Leider gönnt man dem Portemonnaie der Beschäftigten kein Wachstum. Das einzige, was für sie wächst, ist die Belastung. Und das alles nur, weil Amazon es auf das Weihnachtsgeld der potenziellen Kunden abgesehen hat. Eben genau das Weihnachtsgeld, dass sie ihren Beschäftigten verwehren. Und das ist längst nicht alles: Es fehlt an ausreichend hohen Mehrarbeitszuschlägen, Zuschlägen für Samstagsarbeit, Urlaubsgeld und vielem mehr,“ so Keens weiter.

In Werne wird ein Demozug stattfinden, der um 12.15 Uhr auf dem Amazon Parkplatz in Werne (Amazonstraße 1) startet und über die Bundesstraße zum Streiklokal (Wahrbrink 8) geht. In Dortmund sind keine Kundgebungen geplant, dort sind Streikposten platziert. 

„Mit den Streikmaßnahmen wollen die Beschäftigen erreichen, dass Amazon endlich an den Verhandlungstisch kommt. Amazon hat noch immer nicht verstanden, dass die Gewerkschaft keine externe Institution ist. Gewerkschaft ist jeder einzelne Beschäftigte, der sich organisiert. Wir sind viele, und wir werden immer mehr!“ fasst Philip Keens zusammen.

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