WSC: Nach furiosem Beginn stark nachgelassen

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Werne. Auch in der kommenden Saison wird beim Werner SC Landesliga-Fußball gespielt. Mit einem 4:2 (4:1)-Heimerfolg gegen die DJK Borussia Münster machte der WSC den Klassenerhalt perfekt. Durch den dreifachen Punktgewinn kletterte die Mannschaft von Trainer Pascal Harder mit nun 35 Zählern auf den siebten Tabellenplatz. Was nach einer halben Stunde wie ein Schützenfest aussah, entwickelte sich im zweiten Durchgang allerdings zu einer echten Zitterpartie.

Blitzstart und Traum-Halbzeit im Lindert

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Die Gastgeber legten einen Start nach Maß hin und überrollten die Gäste aus Münster in der Anfangsphase komplett. Genau wie beim 5:2-Erfolg im Hinspiel dauerte es keine sechzig Sekunden, bis der Ball das erste Mal im Netz zappelte: Jason Jäger besorgte mit der ersten Aktion des Spiels die blitzschnelle 1:0-Führung und feierte damit seinen ersten Saisontreffer.

Der WSC hielt das Tempo hoch und schnürte die Borussia in der eigenen Hälfte ein. Nur vier Minuten später erhöhte Mirac Sahin auf 2:0 (5.), ehe Johannes Schwenniger in der achten Spielminute bereits das 3:0 nachlegte. Münster schwamm in der Defensive gewaltig und konnte sich bei Fortuna bedanken, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Als Henrik Warnecke das Leder nach 35 Minuten zum 4:0 in die Maschen drosch, schien die Messe im Lindert endgültig gelesen. Der WSC dominierte das Geschehen nach Belieben.

Marvin Stöver ließ seinem Gegenspieler kaum Spielraum.  Foto: MSW
Marvin Stöver ließ seinem Gegenspieler kaum Spielraum. Foto: MSW

Der Wendepunkt der Partie ereignete sich tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Klaas Lecke nutzte eine Unachtsamkeit der Werner Hintermannschaft und verkürzte zum 4:1-Halbzeitstand (45.+2). Dieser Gegentreffer zeigte nach dem Seitenwechsel Wirkung. Die rund 50 Zuschauer sahen plötzlich ein völlig verändertes Spiel. Während Münster nun mutig und direkt kombinierte, verlor der WSC komplett den Faden und wurde tief in die eigene Defensive gedrängt. Als Cebrail Demir in der 57. Minute das 4:2 für die Gäste erzielte, kippte die Partie vollends. Die Werner Abwehrachse um Nico Holtmann und Zoran Martinovic hatte alle Hände voll zu tun, um weitere Gegentreffer zu verhindern. Weil der WSC in der Schlussphase die sich bietenden Konterchancen kläglich vergab, blieb das Spiel bis zum Abpfiff ein nervenaufreibender Zittersieg.

„Alles das, was in der ersten Halbzeit gut lief, lief in der zweiten schlecht“, bilanzierte WSC-Trainer Pascal Harder nach dem Schlusspfiff. Es sei ein bekanntes Problem, dass es dem Team aktuell nicht gelinge, die Leistung konstant über die volle Spielzeit abzurufen. „Nach dem 4:1 haben wir die Aggressivität vermissen lassen.“

Besonders die mangelnde Effizienz beim Ausspielen der Überzahlsituationen stieß dem Coach sauer auf. Die Konter seien schlicht zu unkonzentriert und lässig vergeben worden: „Hier nochmal einen Haken, da nochmal so ein Möchtegern-Übersteiger, anstatt das clever zu Ende zu bringen“, sparte Harder nicht mit deutlicher Kritik an der Offensivabteilung.

Am kommenden Samstag, den 23. Mai, bestreitet der Werner SC sein letztes Auswärtsspiel der laufenden Saison. Die Reise geht zum SV SW Lembeck. Der Anstoß erfolgt dort um 15 Uhr.

WSC: Henrik Pollak – Zoran Martinovic, Nico Holtmann, Marvin Stöver, Lukas Nattler (ab 46. Finn Drücker), Henrik Warnecke (ab 67. Steffen Happe), Jason Jäger (ab 62. Moataz Barakat Omar), Leon Becker, Jannik Prinz, Mirac Sahin, Johannes Schwenniger (ab 46. Tim Hoppe)

Tore: 1:0 Jason Jäger (1.), 2:0 Mirac Sahin (5.), 3:0 Johannes Schwenniger (8.), 4:0 Henrik Warnecke (35.), 4:1 Klaas Lecke (45.+2), 4:2 Cebrail Demir (57.)

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