Mittwoch, April 24, 2024

Flohmarkt in Werne: Viel Lob für neues Konzept, aber auch Kritik

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Werne. Am Samstag wurde nach drei Jahren in Wernes Innenstadt wieder gefeilscht und gehandelt. Über 260 Stände – so viele wie vor Corona – wurden im Vorfeld reserviert, bestätigte David Ruschenbaum vom Werner Stadtmarketing im Vorfeld.

Entspannung pur, ohne Stress und ausgeschlafen aufbauen, das war der einhellige Tenor des neuen Flohmarkt-Konzeptes. Dennoch vermissten viele Verkäufer das Flair des Nachttrödelns. „Früher war diese Veranstaltung schon etwas Besonderes. Damals standen überall Kerzen, die Taschenlampe war Pflicht, aber natürlich gab es auch ein Hauen und Stechen bezüglich der Platzvergabe. Das war natürlich nicht so toll“, sagte Markus Bickmann der mit seinem Food-Truck am Marktplatz stand.

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Daniel Weidemann verkaufte Ausrangiertes von seinen Kindern. Seinen Verkaufsstand hatte er direkt an der Kirche St. Christophorus aufgebaut. Er lobte die Organisation, tat sich aber etwas schwer mit den neuen Standpreisen. „Sonst musste man pro drei Meter 12 Euro bezahlen, jetzt bezahlt man pro laufenden Meter zehn Euro. Dass muss man erst einmal verdienen.“

Erst lief es ruhiger ab, im Laufe des Vormittags war zeitweise kein Durchkommen mehr in der Innenstadt. Viele alte, nostalgische und kuriose Dinge wechselten den Besitzer. Leni und Benjamin freuten sich über ein neues Barbie-Pferd und drei Hörspiel-CDs. Am Stand von Markus Leuzian und Christian Nordhaus gab es Lego, Vintage-Sachen und Spiele. Dort blieben viele kleine und große Besucher stehen, um sich den einen oder anderen Lego-Traum zu erfüllen.

Felix und Jakob hatten mit Mama Jutta Rengelink ihr Playmobil, Bücher und Sonstiges auf Decken sortiert. Für die Spielzeug-Decken zahlten sie nichts, für einen kleinen Tisch musste Jutta Rengelink 10 Euro nachzahlen. „Das ist in Ordnung so. Auf jeden Fall ist dieses Konzept mit Kindern echt viel entspannter“, meinte sie: „Wir sind um 7.15 Uhr los gegangen und haben dann alles in Ruhe vorbereitet.“

Die Marktmeister Andreas Tappe und Lothar Riedel von der Stadt Werne waren am Samstagmorgen zufrieden. „An der einen oder anderen Stellschraube muss man noch drehen, aber grundsätzlich lief alles gut ab. Wir hatten ein paar Autos, die auf gesperrten Flächen geparkt haben – da mussten wir die Polizei um Hilfe bitten. Dennoch war es gesitteter als in den Jahren vor Corona. Die Verkäufer hatten ihren festen Platz und mussten sich diesen nicht wie sonst erkämpfen“, sagte Riedel.

Mehr Fotos finden Sie in unserer Bildergalerie.

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