Förderverein Rourkela hat Auflösung beschlossen – Dank an Willi Lülf

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Werne. Bischof Hermann Westermann, Ehrenbürger der Stadt Werne, gründete im Jahre 1975 im indischen Rourkela das „Sozialinstitut – Verein für öffentliche Wohlfahrt Seva-Sadan“. Auf Initiative des verstorbenen Bürgermeisters Franzjosef Grube sowie des Alt-Bürgermeisters Wilhelm Lülf wurde daraufhin im Jahr 1985 der „Förderverein Rourkela – Lebenswerk Bischof Hermann Westermann“ ins Leben gerufen.

„Nach 37 Jahren der intensiven Unterstützung durch zahllose Freunde, Förderer und Mitglieder beenden wir nun schweren Herzens diese Aktivitäten“, sagte Vorsitzender Wilhelm Lülf im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Fördervereines. Am Ende habe man erkennen müssen, dass es Jahr für Jahr weniger gelinge, Spenden zu generieren, Mitglieder zu gewinnen und Positionen im Vorstand zu besetzen.

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Gleichwohl hätten die Gelder aus Werne die Realisierung zahlreicher sozialer Projekte ermöglicht: Ob das Bohren von Brunnen, das Legen von Drainagen und Wasserleitungen, das Bauen von Häusern für Arbeiter, die in den Slums wohnen, die Errichtung von Schulen für Slumkinder, die Bereitstellung von Kinderhorten und Tageseinrichtungen zur Gesundheitsvorsorge, die Etablierung von Berufsberatungen oder aber die Gründung von Firmen zur Produktion von Notebooks – vieles hätte zum Wohle der Menschen umgesetzt werden können.

Gern erinnere er sich an die zahlreichen Besuche und Begegnungen mit kirchlichen Würdenträgern aus Rourkela: Erzbischof Raphael Cheenat, Bischof Alphonse Bilung, Bischof John Barwa oder Pater John Alapatt seien Gäste des Fördervereins gewesen und hätten im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen für entsprechende Unterstützung geworben.

Bürgermeister Lothar Christ würdigte das vorbildliche ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten. Um so mehr, da die Stadt Werne – neben dem Förderverein – bereits 1980 die Patenschaft über das Sozialinstitut übernommen habe und jährlich 5.000 Euro zur Unterstützung der selbstlosen Arbeit vor Ort nach Indien überweise.

Sein persönlicher Dank ging an Wilhelm Lülf, der im Jahre 2001 – nicht zuletzt stellvertretend für sein Wirken im Förderverein – das Bundesverdienstkreuzes erhalten habe. Der Bürgermeister sicherte abschließend zu, trotz der Auflösung weiterhin als Ansprechpartner für die Belange der Patenschaft über das „Sozialinstitut Seva-Sadan“ in Rourkela zu fungieren.

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