Freitag, April 12, 2024

Frauencafé begrüßt Frauen und Kinder aus der Ukraine

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Werne. Mit großem Erfolg eröffnete am Montag, 21. März, um 10 Uhr das Internationale Frauencafe mit Frauen und Kindern aus der Ukraine im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum.

Mit sehr viel Engagement und unter erheblichem Zeitdruck fand sich ein Team von Frauen unter der Federführung der Traumatherapeutin und Presbyterin Dr. Gabriele Angenendt zusammen, um den ukrainischen Flüchtlingsfrauen einen Raum zu geben, in dem sie sich regelmäßig treffen und vernetzen können.

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Liebevoll hatte ein Team von Helfer/innen ein Frühstücksbüfett vorbereitet, die Räume mit blauen und gelben Luftballons dekoriert und einen Raum für die Kinder mit Spielzeug bereit gestellt. Ein Flyer mit Informationen in deutscher, russischer und ukrainischer Sprache informiert die Frauen über die Ziele und Möglichkeiten des Frauencafes, das nun wöchentlich montags von 10 bis 12 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum stattfinden soll. 

Annähernd 30 Frauen und ca. 15 Kinder hatten sich auf den Weg gemacht, um dieses Angebot in Anspruch zu nehmen. Die Kinder wurden im Nebenraum von einer Clownin, einer weiteren Betreuerin, Diakon Michael Reckmann und Pfarrerin Carolyne Knoll begleitet und zum Spielen angeleitet.

Pfarrer Alexander Meese sowie viele Helferinnen und Helfer bereiteten den Geflüchteten einen warmen Empfang. Foto: Reckmann

Als die ukrainische Nationalhymne von Dagmar Wensing auf dem Klavier erklang, standen alle Frauen von ihren Plätzen auf, einige legten die rechte Hand aufs Herz und sangen mit. Nach diesem bewegenden Moment, begrüßte Pfarrer Alexander Meese die Gäste und sagte ihnen die Hilfe und Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Werne zu. Ein Dolmetscher übersetzte simultan ins Russische, die Sprache, die den Ukrainerinnen nach der Muttersprache am Vertrautesten ist.

Auch die Ansprache von Angenendt wurde übersetzt. Sie erläuterte bewegend, wie viel Mitgefühl und Anteilnahme die deutschen Familien für die Situation der ukrainischen Frauen, Kinder und Familien haben. Sie sagte den Frauen Hilfe in verschiedenen Bereichen zu: Vermittlung von Deutschkursen, Kleider und andere Sachspenden aus der Kleiderkammer, erste Ansätze und Hilfen bei der seelischen Verarbeitung des Krieges, Spielgelegenheit für die Kinder, die noch nicht in Schulen oder Kindertagesstätten untergebracht werden konnten.

Dann wurde ausgiebig gefrühstückt. Gegen Ende der Veranstaltung erhielt jede Frau noch ein Paket mit Infos über Werne, eine Zusammenfassung in ukrainischer Sprache über die Absichten des interkulturellen Frauencafes und Schokolade. Auch die Kinder erhielten ein kleines Geschenk. „Es war ein sehr guter Start“, so Angenendt, „es bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickelt. Vor uns allen, vor der gesamten Gesellschaft steht ein Marathon. Das hier sind nur die ersten Schritte in Richtung Teilhabe der ukrainischen Familien.“

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