Freitag, Juni 14, 2024

Glasfaser-Ausbau in Werne: Kooperations-Vertrag unterzeichnet

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Werne. Der Glaserfaser-Ausbau in der Stadt Werne ist besiegelt. Am Montag, 14. November 2022, unterzeichneten Bürgermeister Lothar Christ und Dirk Wißel, Kommunalmanager Westenergie, im Stadthaus den Kooperationsvertrag, der die Voraussetzungen für eine hochleistungsfähige und zukunftssichere Infrastruktur schafft.

„Das ist ein gewaltiger Sprung nach vorne“, ordnet der Verwaltungschef zu dem Vertragswerk ein, das Ende September bereits vom Stadtrat politisch abgesegnet worden war. Das Breitband-Netz wird geknüpft, wenn etwa 30 bis 40 Prozent der Haushalte die Grundstückseigentümererklärung, kurz GEE, abgeben.

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Weil der bisherige Stand der Glasfaserverkabelung ins Haus in Werne mit gerade mal bei 3 Prozent eher mau ist und viele „graue Flecken“ zeigt , sieht der Bürgermeister Potenzial. Denn der Glasfaseranschluss bedeute immer auch eine Wertsteigerung des Gebäudes, argumentiert er.

Besonders erfreulich aus Sicht der Stadt Werne: Westenergie wird das Giganetz über das Tochterunternehmen Westconnect eigenwirtschaftlich ausbauen. Das bedeutet, dass man keine öffentlichen Fördermittel in Anspruch nehmen und folglich auch keinen Eigenanteil (10 Prozent der Förderleistung) aus der Stadtkasse überweisen muss. Bei einem Gesamtvolumen von rund 27 Millionen Euro Ausbaukosten wären also 2,7 Millionen Euro fällig gewesen.

„Geld, das nun gespart wird“, freut sich der Bürgermeister, der im Gegenzug die Unterstützung des Vorhabens zusicherte, dass den Werner Bürger/innen eine moderne Glasfaserinfrastruktur bis ins Haus oder die Wohnung bringen soll. Auch Gewerbegebiete, sofern noch nicht mit schnellem Breitband ausgestattet, werden dann versorgt.

Wie der Verwaltungschef erläuterte, hatte eine Marktanalyse 2021 noch keinen Anbieter ermitteln können, der einen eigenwirtschaftlichen Ausbau leisten wollte. Inzwischen aber habe Westnetz einen Investor gefunden, sodass ein rentabler Breitband-Ausbau möglich sei. Zunächst sollen die Siedlungsbereiche in Werne, Stockum und Langern ausgebaut werden.

In einem zweiten Schritt sollen dann Fördergelder für einen Ausbau in den städtischen Außenbereichen beantragt werden. „Von der Glasfasertechnologie profitieren am Ende Bürger/innen sowie ansässige Unternehmen durch hochwertige und störungsfreie Telekommunikationsdienste (Internet, Telefon und Fernsehen)“, macht Christ klar.

Die Westnetz-Tochter Westconnect bringt Glaserfaser ins Haus und kümmert sich auch um die Verteilung im Haus. Das Prozedere ist einfach. Wer einen Anschluss ans Haus legen möchte, kann Westconnect mit einer GEE die Verlegung des Breitbands bis ans Haus erlauben. „Dazu ist kein Vorvertrag notwendig“, erläutert Dirk Wißel.

Im Unterschied zu vielen anderen Akteuren im Netzausbau lege das Unternehmen auch keine Vertragsquote als Hürde für etwaige Ausbauaktivitäten fest.

„Im Gegenteil: Hausanschlüsse werden kostenlos gelegt, ohne dass ein Vertragsabschluss mit einem Kommunikationsanbieter Voraussetzung wäre; einzige Prämisse ist die Einverständniserklärung des jeweiligen Grundstückseigentümers, sofern der Ausbau im Rahmen einer konzertierten Aktion mit der jeweiligen Kommune läuft.“

Welchen Kommunikationsanbieter der Eigentümer schließlich wählt, sei ihm überlassen, so Wißel. Westnetz selbst ist hier mit E.ON Highspeed am Markt.

Mit der Akquise in den Haushalten will man im ersten Quartal 2023 beginnen und zur Jahreshälfte voraussichtlich mit dem Ausbau beginnen, erläutert er zum Zeitrahmen. Zuvor will man in einer öffentlichen Veranstaltung die Bürgerschaft informieren.

In den kommenden Jahren werde es also viele Baustellen in der Stadt geben, sagte der Bürgermeister. Unterstützung leistet die Stadt über die Koordination von Maßnahmen und wird Synergieeffekte wahrnehmen, wenn es beispielsweise um die Nutzung von bereits vorhandenen Leerrohren oder neuen Baumaßnahmen an Verkehrswegen gehe.

Außerdem werde man für die zukunftswichtige Infrastruktur werben, spricht der Bürgermeister auch im Namen der Politik, die sich einstimmig für den Ausbau positioniert hatte.

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