Samstag, März 14, 2026

Neuer Kreis-Schützen-König kommt aus Methler

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Werne. Ein buntes Schützenfest mit internationalem Touch bot am Samstag (13.08.2022) der Schützenkreis Unna-Kamen bei seinem Kreis-Schützenfest in Werne. Der Kreisschützenkönig heißt jetzt Markus Böhm vom Schützenverein Methler.

Kinderkönigin ist seit dem Wochenende die sieben Jahre alte Ukrainerin Vasylysa Fadieieva, ein Flüchtlingsmädchen vom Schützenverein Heeren-Werve.

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Lange mussten die Schützen aus dem Bereich Unna und Kamen auf die Neuauflage des Kreis-Schützenfestes warten. Die Veranstaltung findet, wie Kreisgeschäftsführer Rainer Fuhrmann erläuterte, ohnehin nur alle zwei Jahre statt. Wegen Corona fiel der Termin 2020 aus. Jetzt konnten sich die Schützen nach vier Jahren wieder auf Kreisebene versammeln. 

Warum gerade in Werne?

Das lag an Michael Lerche vom Werner Schützenverein Frohsinn 07. Fuhrmann: „Nach unseren Regularien muss der Verein, dessen Mitglied Kreiskönig wurde, das nächste Kreisschützenfest zwei Jahre später ausrichten.“ Dabei kamen den Wenern die guten Beziehungen zur Firma Böcker zugute. Das Unternehmen stellte einen Teil seines Firmengrundstücks als Festgelände zur Verfügung. Überhaupt zeigte sich der Geschäftsführer von der Gastfreundlichkeit in Werne beeindruckt. So sei es in anderen Städten aus Sicherheitsgründen unmöglich, einen Umzug durch das Zentrum zu machen. In Werne habe das mit der Genehmigung des Festzuges vom Feuerwehrhaus bis zum Festgelände problemlos geklappt, wie Fuhrmann anerkennend feststellte.

Der Schützenkreis ist als Dachverband sowohl für die Traditions-Schützenvereine als auch für die Sportschützenabteilungen und -vereine zuständig. Deshalb spielt beim Kreisentscheid um den Königstitel die Nachwuchsarbeit eine wichtige Rolle. Verantwortlich dafür ist Stefan Grüter aus Kamen. Am Kreisentscheid für Kinder und Jugendliche beteiligten sich in diesem Jahr 17 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 15 Jahren.

Vasylysa Fadieieva war über die vielen Geschenke die sie als Kinderkönigin von Jugendwart Stefan Grüter (rechts) und dem Kreisvorsitzenden Kurt Ermann (Bildmitte) erhielt, sichtlich überrascht. Foto: hps/Steinmüller

Für ihr Schießen haben sich die Schützen etwas ganz Modernes einfallen lassen. Sie beschafften sich eine Software, mit der das Königsschießen elektronisch mittels Lasertechnik imitiert werden kann. Grüter bestätigte im Gespräch mit WERNEplus, dass die elektronische Variante sowohl bei den Nachwuchsschützen als auch bei den Mitgliedsvereinen sehr gut angekommen sei. Jeder der 16 Mitgliedsvereine könne sich die Software vom Kreisverband zur Unterstützung der Jugendarbeit ausleihen. Grüter: „Das ist besonders für die Kinderarbeit bis zum 12. Lebensjahr wichtig, weil bis zu dieser Altersgrenze nicht mit dem Luftgewehr geschossen werden darf.“

Der Kreisverband hatte für sein Fest ein buntes Rahmenprogramm vorbereitet. „Bunt“ im wahrsten Sinne des Wortes zeigten sich die Musikkapelle „Die Waldstadter“ und die Dudelsackpfeifer und Trommler „58th Scottish Volunteers“, beide aus Iserlohn. In ihren roten Uniformjacken, kombiniert mit schwarzen Hosen, sahen die Musiker sehr britisch aus. Das machte sie besonders beim Großen Zapfenstreich zu unübersehbaren Farbtupfern. Das galt auch für die Sackpfeifengruppe. Mit Kilt und Uniformhemd wirkten sie auf Abhieb sehr schottisch. Der Sound der Dudelsäcke und Trommeln tat ein Übriges, um sich im schottischen Hochland zu fühlen.

Am Zapfenstreich beteiligten sich außerdem das Trommler-Korps aus Dortmund-Huckarde und der Spielmannszug des gastgebenden Schützenvereins Frohsinn. Für einen weiteren Farbtupfer des Abendprogramms sorgten beim Platzkonzert die großen und ganz kleinen Mädchen der Marionettengarde, einer Abteilung des Iserlohner Musikvereins.

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