Donnerstag, April 18, 2024

Sommer-Getreide wächst dank nasser Tage wieder wie gewünscht

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Werne. „Ein trockener März erfreut des Bauern Herz“, lautet eine alte Bauernregel. Trockenheit und vor allen Dingen Sonne gab es im März reichlich. Es folgten eine ganz Reihe ziemlich nasser Tage. Wie der Stand bei den Landwirten derzeit ist, und wie die Bevölkerung wieder Bienen helfen kann, hat WERNEplus mit dem Vorsitzenden des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne erörtert.

„Der warme und trockene März hat die Natur schon weit nach vorne gebracht“, erklärt Robert Schulze Kalthoff. Das bezieht sich nicht nur auf den Spargel, der an immer mehr Ecken zu bekommen ist, sondern auch auf das Wachstum von Getreide wie Sommerweizen und Sommergerste, für die die Zeit des schönen Wetters gut gewesen sei, so der Experte.

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Ein anderes Sprichwort lautet „Ein nasser März ist Bauernschmerz.“ Doch Regen gab es im dritten Monat des Jahres zu wenig. Gerade einmal 12 Liter pro Quadratmeter sind in Teilen von Werne gemessen worden. „In der Regel sind das sonst an die 100 Liter“, erklärt Robert Schulze Kalthoff. Daher kam die Regenzeit mit viel Landregen Anfang April gerade rechtzeitig.

Gerade für das Getreide sei der regelmäßige Regen notwendig gewesen. „Die Pflanzen waren von ihrem Wuchs her schon eher rückläufig und hatten teils schon reduziert, indem ältere Blätter abgeworfen wurden. Die Pflanze schrumpft sich dann quasi gesund, das ist wie mit den Bäumen, die im Sommer zu wenig Wasser bekommen und dann früher ihr Laub abwerfen“, sagt Robert Schulze Kalthoff.

Blühstreifen-Patenschaften ab sofort wieder möglich

Im vergangenen Jahr haben die heimischen Landwirte an 88 Standorten in Werne Blühstreifen angelegt, für die insgesamt 104 Menschen und Einrichtungen aus Werne die Patenschaft übernommen haben. Jetzt gibt es erneut die Chance, Bienen, Hummeln und Schmetterlingen mehr Lebensraum zu verschaffen und Blühstreifen-Patenschaften zu erwerben.

Knapp 18 Kilometer lang und drei Meter breit sind die Streifen mit insektenfreundlichen Blumen in 2021 gewesen. „Es wäre natürlich schön, wenn wir das noch toppen könnten“, hofft der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbands. Bisher ist der Eigenanteil der Landwirte noch immer größer gewesen als der durch Spenden finanzierte, denn für jeden Quadratmeter Blühstreifen, für den eine Patenschaft übernommen wird, verdoppeln die Landwirte den Bereich auf eigene Kosten.

Informationen zur diesjährigen Aktion gibt es unter: https://eure-landwirte-in-werne.de/

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