Vor 60 Jahren: 600 Jahre Sim-Jü – Als das Columbia-Rad fehlte …

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Werne. In unserer Erinnerung gelten die 60er Jahre als die „Wilden Jahre“, die „Roaring Sixties“! Die Mode bescherte uns damals  Mini und Maxi, in der Musik dominierten Beat, Folk, Rock und Pop . . . und Werne feierte den 600. Geburtstag des Simon-Juda Marktes, der mit dem 600. Geburtstag der Stadt gleichgesetzt wurde.

Das bedeutende Ereignis wurde vom 27. bis 30. Oktober 1962 mit vielen Reden und Empfängen groß gefeiert, ohne dass es jedoch zu wesentlichen neuen Impulsen für die Weiterentwicklung von Sim-Jü gekommen wäre. Nach wie vor sorgten jedoch die Schausteller mit immer neuen Fahr- und Belustigungsgeschäften für die vom Publikum gewünschte Abwechslung.

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So wurde anlässlich des Jubiläums auf dem Hagen eines der damals größten transportablen Riesenräder präsentiert: Bruchs „Wonder Wheel“. Damit fehlte zum ersten Mal seit 1948 das Columbia-Rad von Josef Ross (später Kleuser), langjähriges Wahrzeichen von Sim-Jü.

Das „Wonder Wheel“ der Familie Bruch war damals eines der größten Riesenräder in Deutschland. Foto: Archiv Sim-Jü-Verlag

Trotz des großen Rades war allerdings auch das kleinere traditionelle Rad von Ross verpflichtet worden. Es sollte in einer Reihe mit dem großen Bruch-Rad präsentiert werden. Das veranlasste Josef Ross, gleich nach dem Auffahren und Erblicken des schon halb aufgebauten Konkurrenzrades die Kurve zu machen und verbittert den Hagen zu verlassen. Was man sich bei dieser Konstellation damals dachte, bleibt bis heute ein Rätsel.

Die zum Jubiläum präsentierte, hervorragende Zeltausstellung auf dem Hagen stand unter dem Motto „Unsere Stadt“. Größter Anziehungspunkt für die vielen Besucher war eine große Wasserorgel, deren Fontänen halbstündlich im Walzer- oder Marschtakt bis zur Zeltdecke hochschossen – das Ganze natürlich in Farbe.

So sah es damals auf dem Kirmesgelände aus. Foto: Archiv Sim-Jü-Verlag

Ansonsten präsentierte sich Sim-Jü auf dem Hagen, dem Platz an der heutigen Kurt-Schumacher-Straße und auf dem Marktplatz wie gewohnt mit einer bunten Mischung aus Attraktionen und Buden aller Art. An eine Bebauung des Kurt-Schumacher-Platzes mit Karussells und Kirmesbuden dachte man damals noch nicht.

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