Zum Glück #keinRembrandt – Museum zeigt lokale Geschichte(n)

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Werne. Zum Internationalen Museumstag am 15. Mai präsentiert das Stadtmuseum Werne das Netzwerk #keinRembrandt, eine gemeinsame Initiative aus mehreren Stadt- und Heimatmuseen aus verschiedenen Regionen Deutschlands.

#keinRembrandt zeigt lokale Geschichte(n) – genauso spannend und oft näher an den Menschen als die ganz großen Häuser. Am Sonntag wird die Online-Präsenz des Netzwerks zugänglich sein.

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In der Sammlung des Karl-Pollender-Stadtmuseums hängt kein Rembrandt, trotzdem sind die Geschichten, die die Ausstellungsstücke erzählen von Bedeutung für die Bürger:innen der Stadt. „Trotzdem? Gerade deswegen!“ sagen die Mitglieder des Netzwerks #keinRembrandt, in dem Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer seit 2021 mitarbeitet. Kleine Museen und Sammlungen zeigen Stücke aus der lokalen Geschichte, zu denen Besuchende oft eine persönliche Beziehung haben.

Die Museen, Archive und Vereine vor Ort sind erste Anlaufstelle und Berührungspunkt für Kultur und Geschichte. Die Arbeit dort lebt von Kooperation und Kommunikation und ist durch ihre Regionalität direkt am Puls der Gesellschaft. Darüber hinaus sind Museen und ihre Netzwerke wie #keinRembrandt kompetente und attraktive Lernorte in einer vernetzten Bildungslandschaft.

Begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen in kleinen Museen führen zu geringer Sichtbarkeit und erschweren manchmal die Umsetzung großer digitaler Projekte. Christopher Vila (Heimatmuseum Egling) und Kristina Kraemer (Haus der Stadtgeschichte Waiblingen) haben den Frust in Machergeist umgewandelt, eine Projektförderung von 23.000 Euro von Kultur.Gemeinschaften, einem Programm der Kulturstiftung der Länder und Neustart Kultur der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, eingeworben und dann kleine und kleinste Häuser angesprochen, ob sie mitmachen wollen.

Seither lässt sich die #keinRembrandt-Truppe schulen, wie der digitale Auftritt richtig gelingt und diskutiert gemeinsam kreativ, welche Themen sie zeigen wollen. Neben den beiden Gründungshäusern sind bereits das Heimatmuseum Günzburg, das Stadtmuseum Werne, das Knopf- und Regionalmuseum Schmölln, das Heimatmuseum Reutlingen und das Netzwerk Bergische Museen Teil von #keinRembrandt.

Den Anfang macht das Thema „Bewegen“, zu dem nun jedes Haus einen Beitrag für den Blog schreibt und das dann auch unter #keinRembrandt auf Instagram, Facebook und Twitter zu finden ist. Constanze Döhrer schildert den Mehrwert des Netzwerks so: „Große Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit machen auch vor kleinen Häusern nicht halt. #keinRembrandt ist ein echtes offenes Netzwerk, in dem auf Augenhöhe über solche Prozesse diskutiert wird. Das ist kreativ sehr beflügelnd und macht zum Beispiel die Umsetzung einer größeren digitalen Kampagne möglich, die wir alleine nicht hätten umsetzen können.“

Am 15. Mai geht die Homepage www.keinrembrandt.de online und das Netzwerk stellt sich vor. Im Laufe des Jahres folgen dann die Themen „Sammeln“, „Kleiden“ und „Schmecken“, zu denen alle Museen, Archive, Geschichtsvereine, Heimatforscher oder historisch Interessierte Beiträge leisten können.

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