Start: Kommunale Wärmeplanung beginnt – Ziel: Fertig in 2027

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Werne. „Wir beschäftigen uns ab sofort intensiv mit der Frage, wie wir Werne in Zukunft heizen werden. Dazu hat die Stadt jetzt die kommunale Wärmeplanung gestartet“, informiert Bürgerdialogmanagerin Dr. Linn Julia Temmann in einer Medienmitteilung. Ziel sei es, eine langfristige Strategie zu entwickeln, damit die Wärmeversorgung für alle – ob in den eigenen vier Wänden oder in der lokalen Wirtschaft – klimafreundlich, sicher und vor allem bezahlbar bleibe.

„In den kommenden Monaten wollen wir aufzeigen, wie der Wärmebedarf in Werne Schritt für Schritt zukunftsfähig ausgerichtet werden kann – etwa durch effizientere Gebäude, erneuerbare Energien und moderne Wärmenetze“, erklärt Bürgermeister Lars Hübchen. „Der Wärmeplan dient dabei als Orientierungsrahmen für Hauseigentümerinnen und -eigentümer, Unternehmen, Energieversorger und die Stadtverwaltung selbst.“

Die Wärmeplanung selbst verpflichte niemanden zu konkreten Maßnahmen, wird in der Mitteilung ausdrücklich betont. Sie diene vielmehr dazu, Transparenz und Planungssicherheit für die kommenden Jahre zu schaffen. „So erhalten Sie durch die Planung beispielsweise Informationen darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass in Ihrer Straße künftig ein Wärmenetz zur Verfügung steht“, heißt es weiter.

Was bedeutet kommunale Wärmeplanung?

Zunächst werde analysiert, wie aktuell in Werne geheizt und wo wie viel Wärme verbraucht werde. Im Anschluss werden mögliche lokale Potenziale untersucht – etwa für Wärmenetze, Umweltwärme, Abwärme oder andere erneuerbare Wärmequellen. Darauf aufbauend wolle man Zukunftsszenarien und einen strategischer Zielpfad entwickeln. Dieser zeige, wie eine klimafreundliche Wärmeversorgung bis in die nächsten Jahrzehnte aussehen könne.

Stadt kommt gesetzlicher Pflicht nach – Erfahrenes Projektteam unterstützt

Fachlich unterstützt wird die Stadt von HIC Consulting. Das auf die Transformation des Wärmesystems spezialisierte Unternehmen erstellt mit seinem erfahrenen Projektteam die Wärmeplanung. Im Laufe des Jahres 2027 soll der Wärmeplan vorliegen – und damit vor der Frist, die das Landeswärmeplanungsgesetz NRW (LWPG) vorgibt.

Demnach müssen Städte mit weniger als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bis Mitte 2028 eine Wärmeplanung erstellen. „Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiger Baustein, um die Wärmewende systematisch und sozialverträglich voranzubringen, denn der Wärmesektor verursacht einen großen Teil der CO₂ Emissionen“, unterstreicht Lars Hübchen die Bedeutung des Projekts.

Umso wichtiger sei es daher, die Menschen vor Ort transparent einzubeziehen und auf dem Laufenden zu halten. Die kommunale Wärmeplanung werde von verschiedenen Beteiligungsformaten begleitet.

Geplant sind unter anderem öffentliche Informationsveranstaltungen, bei denen Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse vorgestellt werden, sowie ergänzende Hinweise über die Online-Kanäle der Stadt. Über den weiteren Projektverlauf sowie über Beteiligungsmöglichkeiten wird die Stadt regelmäßig berichten.

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