Dienstag, Juni 18, 2024

Ein Dach für die Freilichtbühne Werne: Erste Entwürfe liegen vor

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Werne. Volle Ränge auch bei Regenwetter – das wünschen sich die Mitglieder der Freilichtbühne Werne. Und so steht die Überdachung der Zuschauertribüne ganz oben auf der Wunschliste des jungen Teams. Die Pläne werden nun  konkret: Am Samstag stellte der Vorstand im Rahmen eines Jahresempfangs für Freunde und Förderer des Vereins erste Entwürfe für das Bauvorhaben vor. Sie dienen als Grundlage für weitere Planungen und Gespräche über die Finanzierung.

Die Gäste waren beeindruckt von den Ideen, die Studierende des Master-Studiengangs Architektur der Fachhochschule Münster entwickelt haben. Sie hatten sich in einer Projektarbeit mit dem Thema beschäftigt. Im November gab es einen Ortstermin in der Bühne, anschließend machten sich die Gruppen ans Werk. Drei Wochen hatten sie Zeit, um einen Entwurf zu entwickeln. Drei der neun eingereichten Arbeiten kamen beim Besuch des Bühnen-Vorstands und des Förderkreises in der Fachhochschule in die engere Wahl. Sie wurden am Samstag von den Studierenden präsentiert.

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Dem Vorsitzenden der Freilichtbühne, Marius Przybilla, und seinen Mitstreitern ist bewusst, dass noch ein langer Weg bis zur möglichen Umsetzung des Projektes vor ihnen liegt. Denn eine Finanzierung aus eigenen Mitteln ist nicht möglich. „Das können wir allein nicht stemmen“, sagte Przybilla. Deshalb muss sich das Bühnen-Team auf die Suche nach Sponsoren begeben. Erste Gespräche mit der Stadt seien bereits geführt worden, nun gehe man daran, die Planung zu konkretisieren, so Przybilla. Ein Architekt soll mit der Kostenkalkulation beauftragt werden. 

Es war keine leichte Aufgabe für die angehenden Architekten, die in der kurzen Zeit sehr unterschiedliche Entwürfe entwickelt haben. Während zwei Teams eine Holzkonstruktion vorstellten, setzte das dritte Team auf ein Dach aus Stahl, das keine Pflege benötigt und deshalb keine laufenden Unterhaltungskosten verursacht. Allen Ideen gemein war allerdings, dass die Zuschauer die Aufführungen nicht nur trocken erleben können, sondern auch von einer verbesserten Akustik profitieren. Weiterer positiver Nebeneffekt ist der Lärmschutz, um Konflikte mit den Anwohnern zu vermeiden.

Studierende des Master-Studiengangs Architektur der FH Münster und Mitglieder des Vorstands stellten den interessierten Gästen die Pläne für die Tribünen-Überdachung vor. Foto: Klaus Brüggemann

„Zuerst war es nur ein Hirngespinst“, gab Marius Przybilla bei der Begrüßung der Gäste zu. Doch dank der Zusammenarbeit mit der FH Münster sei man dem Ziel ein Stück näher gekommen. Nun müsse man prüfen, ob es möglich ist. „Wir schauen, wie weit wir kommen“, so der Vorsitzende.

Przybilla blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurück und dankte den Freunden und Sponsoren der Bühne für ihre tatkräftige Unterstützung. Es sei viel erreicht worden, und 2023 werde man diesen Weg fortsetzen. Der Vorsitzende verwies auf die Digitalisierung, die man sich vorgenommen und konsequent umgesetzt habe. Das Online-Ticketsystem sei erfolgreich eingeführt, die Homepage modernisiert worden und die Bühne verfüge jetzt über ein stabiles W-Lan-Netz.

Festhalten werde man an auch an der Einteilung in drei Aufführungs-Kategorien. Przybilla: „Wir werden weiterhin drei Stücke aus dem Bereich Familientheater, Unterhaltungstheater und Erwachsenentheater anbieten.“ In diesem Jahr seien die Stücke „Hexe Lilli und das Buch des Drachen“, „Sieben Zwerge, Männer allein im Wald“ und „Arsen und Spitzenhäubchen“ geplant, die Proben liefen bereits auf Hochtouren. Auch die Reihe „FreiLIVEbühne“ mit Musikveranstaltungen werde fortgesetzt. Im September wird unter anderem Comedian Markus Krebs in der Freilichtbühne erwartet.

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