Knüvenstraßen-Ausbau: Plus für Sicherheit und nicht für Parkplätze

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Stockum. Nachdem im Juni der Beschluss zum Ausbau der Knüvenstraße in Stockum als kombinierte Kanal- und Straßenbaumaßnahme im Bezirksausschuss verschoben wurde, hat das Gremium am Donnerstag, 2. November, dies nun einstimmig beschlossen, sodass es am 29. November im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung weiter gehen kann.

Wie berichtet, plant die Stadt Werne, die Straße vom Kreisel Kastanienstraße/Heinrich-Heine-Straße/Knüvenstraße bis zur Neuen Kampstraße erstmalig endgültig auszubauen. Die Länge dieses Bereiches der Straße beträgt etwa 240 Meter.

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Beabsichtigt ist, den Ausbau in einem sogenannten „Trennsystem“, also mit separaten Bürgersteigen, einer Fahrbahn und einigen Baumscheiben vorzunehmen. Gemäß der Straßenverkehrsordnung ist das Parken auf der Straße grundsätzlich erlaubt. Zusätzliche Parkflächen sind, nicht zuletzt aufgrund des vorliegenden Platzangebots aber nicht vorgesehen, so Dirk Thal, Leiter der Abteilung Straßen und Verkehr.

Keine zusätzlichen Parkplätze

Tatsächlich habe es Forderungen gegeben, öffentlichen Parkraum zu schaffen, damit Anwohner des Bereiches mit ihren privaten Fahrzeugen dort parken können. „Dieser Anspruch besteht aber nicht, denn die Anwohner sind angehalten, entsprechende Stellplätze auf ihrem Grundstück vorzuhalten“, erklärte Ausschussvorsitzender Markus Rusche (CDU).

Viele Autos werden also auch weiterhin auf der Straße parken, davon geht auch Dirk Thal aus: „Wenn die Leute dann Slalom fahren müssen, beruhigt das auch den Verkehr. Und vielleicht gelingt es dann auch, die Menschen von der Nutzung abzubringen, die die Straße nur als Verbindungsstraße nutzen.“

Die geplanten Baumscheiben sollen in der Straße ebenso als verkehrsberuhigende Maßnahme dienen und werden in unterschiedlichen Größen angebracht. „Teilweise wird es also möglich sein, mit dem Auto daran zu stehen oder auch nicht“, erklärte Rusche, der bedauerte, dass die Zahl der für den Bereich geplanten Bäume insgesamt überschaubar sei.

„Kaum einer will einen Baum vor seinem Haus haben, weil es dann möglicherweise Aufgaben mit der Entfernung von Blättern gibt oder man vielleicht in die Baumpflege eingebunden wird. Da wird es dann kritisch, und das finde ich schade“, so Rusche.

Fahrbahnverengung vorgesehen

In Höhe des Verbindungsweges zur Claudiusstraße ist eine Fahrbahnverengung geplant, die eine Querung der Knüvenstraße insbesondere in Hinblick auf die Kindertagesstätte Jona ermöglichen soll. Dazu dient die Verengung auch als verkehrsberuhigende Maßnahme. Die derzeitige Straßenbeleuchtung wird um zwei Leuchten erweitert und die Bestandsleuchten auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Die Baukosten des Ausbaus der Knüvenstraße betragen laut Kostenberechnung vor Ausschreibung rund 500.000 Euro. Der Kanalbau kostet laut aktualisierter Kostenberechnung rund 900.000 Euro Brutto. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit für den Kanalbau von sechs bis acht Monaten, anschließend folgen noch rund drei Monate für den Straßenbau.

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