Herbern. Das Pfingstturnier hat die Bedeutung des Jugendfußballs für den SV Herbern wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vier Tage lang kämpften 120 Mannschaften bei sommerlichen Temperaturen auf der Sportanlage an der Werner Straße um Tore, Siege und Pokale.
Für einen besonderen Moment sorgte am Sonntag Fußball-Weltmeister Mats Hummels. Der ehemalige Nationalspieler war allerdings nicht in seiner Rolle als Profi vor Ort, sondern als Vater. Sein Sohn nahm am Turnier teil, während Hummels die Spiele entspannt vom Spielfeldrand aus verfolgte. Für viele Nachwuchskicker und Zuschauer gab es Autogramme und Selfies vom Weltmeister.
Im Mittelpunkt stand jedoch einmal mehr der Jugendfußball. Insgesamt wurden 183 Spiele sowie zahlreiche Spieltreffs ausgetragen. Das Turnier kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Gegründet wurde es 1979 von dem Herberner Fußball-Enthusiasten „Fente“ Ruhe. Nach einer zwischenzeitlichen Pause wurde die Veranstaltung 1998 von Toni Brockmeier, Robert Heitmann und vielen weiteren Unterstützern wiederbelebt.

Aus den einst rund 40 Mannschaften sind mittlerweile 120 Teams geworden. Trotz des stetigen Wachstums ist der familiäre Charakter des Turniers erhalten geblieben. „Wir sind hier eine Familie. Hier wird niemand alleine gelassen“, betont Brockmeier.

Seit vier Jahren liegt die Organisation in den Händen eines Teams um Philipp Cramer, Michael Zdahl, Barbara Jaspert und Jürgen Große-Budde. Unterstützt werden sie von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich um Catering, Verkaufsstände, Tombola und den reibungslosen Ablauf des Turniers kümmern.

Die weiteste Anreise hatten in diesem Jahr die F-Junioren des FC Schwabing 1956 aus München – mit Hummels-Sohn Ludwig am Ball. Die U9-Mannschaft verband einen Wochenendausflug mit der Teilnahme am Turnier und durfte sich am Ende sogar über den Turniersieg freuen. Orga-Chef Philipp Cramer zog ein positives Fazit: „Für das nächste Jahr haben sich bereits wieder viele Mannschaften vorgemerkt.“

Damit dürfte die Erfolgsgeschichte des Pfingstturniers des SV Herbern weitergehen, als sportlicher Treffpunkt, bei dem nicht nur Fußball gespielt, sondern vor allem Gemeinschaft gelebt wird.























