Pfarrheim St. Johannes wird zum sozialen Zentrum im Holtkamp

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Werne. Kochkurse für Jung und Alt, Nachhilfe, Sport und Bewegung, Kunst und Kultur – die Pläne für eine Quartiersarbeit von Caritas und Jugendamt im und vor dem Pfarrheim St. Johannes sind ehrgeizig. Bei einer Pfarrversammlung am Donnerstag (24.08.2023) gingen die Verantwortlichen ins Detail.

„St. Johannes verändert sich“, spielte Pfarrdechant Jürgen Schäfer in seiner Begrüßung auf den geplanten Abriss der Kirche an, ergänzte aber: „Hier ist aber weiterhin ein lebendiger Standort.“ Die Planungen rund um die Neugestaltung des Pfarrheims, das bekanntlich erhalten bleibt, sind nun konkreter. Schäfer sprach von einer „Sandwich-Situation“.

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In der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Obergeschoss hat die Jugendhilfe zwei jungen Erwachsenen ein Zuhause gegeben, die dort weiterhin Unterstützung erhalten. Der Pfarrdechant bezeichnete das scherzhaft als „Auswilderungsstation“.

In den Kellerräumen agieren schon seit einiger Zeit Caritas und Jugendamt der Stadt Werne. Sie wollen das Bundesprogramm „Zukunftspaket“ im Holtkamp umsetzen, sprich soziale Quartiersarbeit für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren leisten. Als eine von 90 Kommunen deutschlandweit kommt Werne in den Genuss der Fördermittel, schilderte die Jugendhilfeplanerin. Träger ist die Caritas, die mit einer Hausaufgabenhilfe für Kinder schon länger im Holtkamp unterwegs ist.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer begrüßte Margret Banken-Konrad (Caritas) und die städtische Jugendhilfeplanerin Anika Hartung (Mitte), die ihr Konzept zur Quartiersarbeit im Holtkamp vorstellten. Foto: Wagner

„Partizipation ist ein entscheidendes Kriterium. Wir wollen Projekte gemeinsam mit den Menschen entwickeln und umsetzen“, sagte Anika Hartung. Die Resonanz im Plenum war durchweg positiv. „Das Pfarrheim wird zum sozialen Zentrum. Gut, dass das umgesetzt wird“, meinte Josef Meinke.

Quartiersarbeit mit Sport, Bewegung, Gesundheit, Kunst und Kultur

Ideen und Wünsche der Gemeindemitglieder seien willkommen, immer wieder sollen neue Fördertöpfe für eine langfristige Arbeit angezapft werden, so Hartung weiter.

Margret Banken-Konrad, zuständige Mitarbeiterin der Caritas in Werne, konkretisierte in ihren Ausführungen weiter den Planungsstand. Ein/e Sozialarbeiter/in, ein/e Erzieher/in und eine Lehrkraft sollen Arbeitsgemeinschaften (AGs) entwickeln. „Im Holtkamp leben viele Familien ohne Garten. Die Kinder können auf der Wiese vor dem Pfarrheim spielen und dabei angeleitet werden. Auch ein Kochkurs am Nachmittag ist denkbar“, erläuterte Banken-Konrad.

Die Förderung des Bundes konzentriere sich auf Sport und Bewegung, Gesundheit, Kunst und Kultur, ergänzte Hartung. So sei ein Crash-Schwimmkurs für die Quartierskinder in den Herbstferien geplant, eine Kunstprojekt-Woche mit Partizipation im März 2024. „Aber auch kleinere Kurse wie Yoga sind denkbar. Wir wollen das mit Kindern und Eltern erarbeiten und so erfahren, wo die Bedürfnisse liegen“, schloss die Jugendhilfe-Planerin der Stadt Werne.

Die Anlaufstelle im Keller des Pfarrheims ist von Montag bis Donnerstag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Interessierte sind willkommen.

Zur Gestaltung einer Kapelle im Pfarrheim St. Johannes lesen Sie in Kürze mehr bei WERNEplus.

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