Sonntag, Januar 11, 2026

Spendentour in Nigeria hinterlässt viele glückliche Kinder

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Werne/Asaba. Gut zwei Wochen sind Dietmar Wurst und Toni Tuklan jüngst wieder für die im Jahr 2020 ins Leben gerufene Hilfsaktion „Glücklich geht einfach“ im Süden von Nigeria in Westafrika unterwegs gewesen.

Bereits zum vierten Mal haben die beiden Initiatoren mit einem Schiffscontainer angelieferten gespendeten Trikots, Hosen, Bälle und weitere Sportartikel an benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region übergeben.

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Das Ziel der Reise war die Großstadt Asaba. In der Stadt, aber auch in vielen umliegenden Dörfern rund um die Heimat des gebürtigen Nigerianers Toni Tuklan erfolgte die Verteilung. „Es war bei Temperaturen von über 30 Grad sehr viel Fahrerei, selbst wenn wir viele Sachen an Zwischenlagern positioniert haben“, schildert Dietmar Wurst.

Vor Ort gab es Unterstützung durch Tuklans Familie. „Gefühlt ist da jeder Zweite ein Cousin von Toni“, lacht Dietmar Wurst, der in Werne als Finanz- und Versicherungsmakler tätig ist. Nicht zuletzt ist Multitalent Tuklan vor Ort als Sprecher des Königs seines Heimatdorfes Onicha-Olona bekannt.

Wie viele von Vereinen und Privatpersonen ausrangierte Sportartikel sich in dem Container befunden haben, ist unklar. „Ursprünglich sind wir von 10.000 Artikeln ausgegangen. Als dann 3.600 T-Shirts von der BVB-Stiftung dazu kamen, die nur wenig Platz benötigten, ist uns klar geworden, dass es viel mehr waren“, sagt Toni Tuklan. Die Initiatoren schätzen, dass es über 20.000 Artikel gewesen sind.

Das Interesse an Fußball ist in der Region groß. Das belegt auch dieses Bild von den Dorfmeisterschaften in Onicha-Olona. Foto: Wurst

Um diese Mengen zu verteilen, entschied sich das Duo für unterschiedliche Wege. Den Königen der Region wurden Trikotsätze überreicht, um dann an die Vereine im jeweiligen Königreich verteilt zu werden. Viele Artikel blieben zudem bei der Sportregierung des Bundesstaates für eine weitere Verteilung.

Die dritte Variante hat den Aktivisten besonders gut gefallen. „Wenn wir in den Dörfern unterwegs waren, haben immer irgendwo Kinder Fußball gespielt. Da haben wir angehalten und Kleidung und Bälle verteilt. Dann hat es nicht lange gedauert, bis aus den fünf spielenden Kindern plötzlich 30 geworden sind, die zu uns kamen“, schildert Dietmar Wurst.

Spenden und persönlicher Einsatz ermöglichen Glücksmomente

Für die Begeisterung am Ballsport hat der Vorsitzende des SuS Rünthe eine einfache Erklärung: „Das ist bei denen ein echtes Lebenselixier. Während wir dort gewesen sind, liefen zudem die Dorf-Turniere. Da hat man gemerkt, wie groß die Begeisterung auch bei den Zuschauern ist.“

Die Einwohnerzahl Nigerias steigt Jahr für Jahr an. 2022 hatte das Land geschätzt rund 219 Millionen Einwohner. „Trotz aller Sorgen, die wir in Deutschland mit Energiekrise und Inflation haben – da gibt es ganz andere Probleme. Wir können nur in kleinem Rahmen helfen, aber es ist trotzdem schön zu sehen, wenn wir für ein paar Glücksmomente sorgen können“, so Dietmar Wurst.

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