Donnerstag, April 25, 2024

Stadtbücherei Werne feiert die „65“ mit vielen Gästen

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Werne. „Es ist ein magischer Ort, voller Energie und Kreativität“, fand Tanja W. Schreiber vom Erzähltheater „ensemble anderswelt“ die richtigen Worte, bevor am Samstagvormittag (11. März 2023) der offizielle Teil der Feierstunde zum 65-jährigen Bestehen der Stadtbücherei Werne zu Ende gegangen war.

Zuvor hatten die geladenen Gäste im von der Sonne erhellten „Wohnzimmer“ der Bibliothek den Festreden gelauscht, das Lob darin mit viel Applaus bekräftigt.

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Und ja, der Ort ist ein besonderer. Denn im Alten Steinhaus am Moormannplatz hat die Werner Stadtbibliothek vor genau 40 Jahren in historischen Mauern ihren Sitz gefunden. Das jahrhundertealte Gebäude wurde als erstes in Werne ganz aus Stein errichtet. Heute ist es im Besitz der Unternehmer-Familie Moormann.

So ein Ort sei ein Geschenk, würdigte die Leiterin Gerlinde Schürkmann den hoffentlich „endgültigen Standort“ der Bücherei. Dass die Kultur- und Begegnungsstätte mit rund 43.500 Medien und über 23.000 Besucher 2022 heute ist, was sie ist, führte sie neben der Arbeit des Teams auch auf den starken Rückhalt in Bevölkerung, Verwaltung und Politik zurück.

Mit einem Präsent für den Spiele-Fundus bedankten sich Dezernent Frank Gründken und Bürgermeister Lothar Christ bei Gerlinde Schürkmann, Dietmar Kümer, Marion Gloger, Katinka Schütte, Yvonne Jasperneite, Aylin Atak und Chantal Delsing. Foto: Gaby Brüggemann

Der Förderverein Stadtbücherei, der seinerseits im Juni sein 50. Jubiläum feiert, habe ebenfalls zur erfolgreichen Entwicklung und modernen Ausstattung beigetragen, wandte sie sich an Herbert Aprill. Mit 120 Lesepaten bringt der Verein Lesewelt e.V. um Anette Haida Kindern und Jugendlichen das Lesen näher und unterhält Senior/innen mit vorgetragener Literatur.

65 Jahre nach der offiziellen Eröffnung am 6. November 1957 schaue man heute auf ein gut ausgebauten Netzwerk, hatte Schürkmann dabei Kooperationspartner wie Kindertagesstätten, Schulen, Bücher Beckmann und viele mehr im Blick.

Anette Haida überbrachte die Glückwünsche der Lesewelt Werne. 120 ehrenamtliche Lesepaten fördern und erfreuen mit Vorlesen in der Kita oder im Seniorenheim Jung und Alt. Foto: Gaby Brüggemann

„Geistige Tankstellen“ und Erfolgsgeschichte

„Bibliotheken sind die geistigen Tankstellen“, zitierte Bürgermeister Lothar Christ den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt und rückte die Bedeutung von öffentlich zugänglichen Büchereien für ihren Zugang zu unabhängigen Quelle und als Basis für Chancengleichheit in den Vordergrund. Tatsächlich sei das „Tankstellennetz“ aber lückenhaft, blieb Christ im Bild. Denn nur weit weniger als die Hälfte der Kommunen verfüge über Büchereien, ergänzte er nicht ohne Stolz.

Die Kooperationen um die frühkindliche Bildungsarbeit seien ein Erfolgsgeschichte, betonte er und hob die „zeitgemäße, wirklich gelungene Ausstattung“ hervor. „Ein guter kluger Weg, der noch nicht zu Ende ist“, sagte er. Das sei dem hochqualifizierten Team und speziell Gerlinde Schürkmann zu verdanken. „Bücher bereichern unser Leben, Lesen ist gesund, fördern die Phantasie und schützen vor Fake-News, wer liest, schaut in die Welt“, so der Bürgermeister.

Mit einem großformatigen Schwarz-Weiß-Foto von ernst blickenden Herren im Publikum und Alt-Bürgermeister Franzjosef Grube am Rednerpult, erinnerte Lothar Christ an den Einzug ins Alte Steinhaus 1983. Das sehe heute glücklicherweise anders aus, schmunzelte er mit Blick in die Runde.

Herbert Aprill, Kassierer des Fördervereins der Stadtbücherei, versprach: „Wir bleiben aktiv!“ Foto: Gaby Brüggemann

Der Förderverein ist etabliert in der Stadt, wies Herbert Aprill auf zahlreiche erfolgreiche Veranstaltungen mit vielen prominenten Vorlese-Gästen hin und versicherte: „Wir bleiben weiterhin aktiv.“

Das „ensemble anderswelt“ unterhielt mit Musik und – wie es sich für den Anlass gehört – mit Worten. „Worte können atmen, tanzen, duften, ein Tischtuch zerschneiden, zum Träumen verführen, Worte leben, versprach Tanja W. Schreiber und erzählte wie zum Beweis die Geschichte von Frau Glück, die mit es mit ihrem „klebrigen“ Apfelbaum schaffte, selbst den Tod zu überlisten.

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