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Werne. Die Stiftskirche St. Johannes Evangelist in Cappenberg erstrahlt nach der Renovierung wie ein Juwel in neuem Glanz. Grund genug für den Altstadtfreunde-Verein Werne zum Tag des offenen Denkmals am 10. September 2023 zu einer Führung in diese Stiftskirche einzuladen.

Vorsitzender Karl-Heinz Schwarze führte über 30 Teilnehmer durch das romanisch-gotische Bauwerk, vorbei an zahlreichen hochrangigen Kunstwerken.

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Sie alle veranschaulichen, so Schwarze, dass das irdische Leben im Mittelalter nur als ein Weg zu dem Ziel verstanden wurde, ins himmlische Paradies aufgenommen zu werden. Hoch in der Gewölbe-Malerei thront Christus als Weltenrichter und trennt die Guten von den Bösen. Die Gläubigen in der Kirche sahen voller Hoffnung nur das glänzend ausgemalte Paradies als Ziel, nicht den drohenden Höllenschlund. Trotz der hilfreichen Posaunenengel wussten sie, dass der Weg ins Paradies voller Gefahren und Beschwernisse war.

Das verdeutlichten die zahlreichen Figuren im großartigen Chorgestühl, schilderte Karl-Heinz Schwarze. Mit ihnen wurde gewarnt vor lästerlichem Leben, vor weltlichen Gefahren aller Art.

Höhepunkt der Führung war die Grabplatte Gottfrieds von Cappenberg, dem Stifter der Kirche. Daneben werden in Vitrinen eine goldglänzende Büste und eine Taufschale präsentiert. Beide gehören zu den wertvollsten Kunstwerken des Mittelalters. Sie sind Geschenke des damals mächtigsten Mannes in Europa, Kaiser Friedrich Barbarossa, an seinen Patenonkel Otto von Cappenberg.

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