Stockumer Straße: Mehr Platz für Radverkehr

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Werne. Als direkte Verbindung zwischen Stockum und Werne nimmt die Stockumer Straße im Straßenraum der Stadt eine Schlüsselstellung ein. Vielbefahren von Kraftfahrzeug-, Bus- und Radverkehren, wird sie folglich stark genutzt. Allerdings existieren auf der Direkt-Trasse nur teilweise durchgängige Radverkehrsanlagen.

Krux: Auf dem geradezu neuralgischen Abschnitt zwischen den Knotenpunkten Hansaring und Neutor wird es bei Tempo 50 für Kraftfahrzeuge, parkenden Autos und dem Effekt sich plötzlich öffnender Autotüren für Zweiradfahrer eng und gefährlich. Denn hier endet die Führung für den Radverkehr.

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Das Problem ist erkannt und die Bedeutung des Teilstücks im Mobilitätskonzept der Stadt Werne auch schon hervorgehoben. Als Maßnahme wird darin der Bau einer Radverkehrsanlage vorgeschlagen. Für die Landesstraße ist als Baulastträger Straßen.NRW zuständig. Dort habe man im Gespräch mit der Stadt Werne die grundlegende Bereitschaft signalisiert, das Projekt auch kurzfristig zu unterstützen, heißt es in der Sitzungsvorlage des Ausschusses für Umwelt. Mobilität und Klimaschutz (UMK), der am Mittwoch, 24. Mai 2023, im Stadthaus (17.30 Uhr, Sitzungsraum Erdgeschoss) tagt.

Weil Straßen.NRW aber die personellen Kapazitäten zur Umsetzung der Maßnahme fehlen, soll eine Planungsvereinbarungen mit der Stadt Werne geschlossen werden. Das heißt, die Stadt würde die Koordinierung des Projektes übernehmen. So wäre die Sanierung der Straße und somit auch die Verbesserung für den Radverkehr deutlich schneller zu erreichen.

Sichere Radspur für neuralgischen Abschnitt Hansaring – Neutor

Auf besagtem Abschnitt der Stockumer Straße existiert beidseitig ein etwa 1,7 Meter breiter Mehrzweckstreifen. Hier müssten Radfahrende aber regelmäßig auf die Fahrbahn ausweichen, um neben den dort parkenden Kfz entlangzufahren. „Die Radfahrenden fühlen sich nicht sicher und weichen entweder regelwidrig auf den Gehweg aus oder müssen Umwege in Kauf nehmen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Stimmt der Fachausschuss zu, soll die Planungsvereinbarung mit dem Straßenbaulastträger geschlossen und ein ergebnisoffener und stadtverträglicher Umbau vorangetrieben werden.

Bei einer derartigen Konzeption ist es dann aber auch wahrscheinlich, dass für die Radverkehrsanlage öffentliche Parkplätze wegfallen müssten. Weil aber fast alle Anwohner/innen sowie Gewerbebetriebe die Möglichkeit hätten, ihre Kfz auf den eigenen Grundstücken abzustellen, halte man dies für verkraftbar, heißt es in der Beschlussvorlage.

Zudem gebe es in den angrenzenden Seitenstraßen zahlreiche öffentliche Stellplätze, die fußläufig erreichbar seien. Auch sei denkbar, mehrere größere private Parkplätze entlang des Straßenabschnittes, die vorwiegend nur zu den Geschäftszeiten genutzt würden, antizyklisch auch für Anwohner/innen oder Nachbarbetriebe zu öffnen. Nur 300 Meter entfernt liege außerdem der Kurt-Schumacher-Parkplatz (mit aktuell 3 Stunden freiem Parken). Die Planung für den Umbau des Straßenraums solle im Ausschuss alsbald vorgestellt werden.

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