Mittwoch, Januar 28, 2026

Zu nass für den Straßenbau: Verlängerung an der Mühlenstraße

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Werne-Horst/Stockum. Längst sollte der Verkehr parallel zum neuen Radweg zwischen Stockum und Horst rollen – doch wetterbedingt verzögern sich die Arbeiten am Asphalt an der Baustelle an der Mühlenstraße noch immer.

Die Umleitung am „Horster Kreisel“ in Richtung Stockum kennen Verkehrsteilnehmende schon seit rund einem Jahr. Bis auf Weiteres haben nur Anwohner und Einsatzfahrzeuge freie Fahrt in die Mühlenstraße.

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Zuletzt hatte WERNEplus im Oktober 2022 über die Baustelle berichtet. Damals war die Hoffnung beim verantwortlichen Kreis Unna noch groß gewesen, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein könnten.

Bauleiter Sebastian Schriever führt für die Verzögerung zweierlei Gründe an. „Die Personalstärke da draußen ist nicht so, wie wir uns das gewünscht hätten. Allerdings haben wir da als Auftraggeber auch keinen direkten Zugriff“, so der Kreis-Mitarbeiter.

In der laufenden, zehnten Kalenderwoche sei es eigentlich geplant gewesen, die Arbeiten am Asphalt fortzusetzen. Bei der aktuellen Wetterlage mit Schneefall sei dies jedoch nicht möglich. Eine ähnliche Situation habe sich bereits Ende des vergangenen Jahres eingestellt. „Im Dezember mussten wir die Arbeiten wegen der Witterung stoppen“, so Schriever.

Warten auf trockenes Wetter

Seitdem ist nicht mehr viel passiert, obwohl es in den vier Monaten temporär auch trockene Abschnitte gegeben hat. Diese seien jedoch zu kurz gewesen, heißt es aus dem Kreishaus. Problematisch ist die Schotterschicht, auch Planum genannt. Die Oberfläche, welche für den Bau der Straße vorbereitet wurde, ist einfach zu nass geworden. Der Boden dort ist zudem sehr lehmhaltig, sodass das Wasser gehalten und lange Zeit nicht abgeführt wird.

„Wasser ist für einen Baugrund nicht gut, weil die Standfestigkeit dadurch verringert wird. Wenn Lkw über die eine Spur der Straße fahren, wird das Wasser durch die Bewegung quasi nach oben gepumpt, wodurch dann die gesamte Oberfläche nicht mehr standfest ist“, so der Mitarbeiter aus dem Fachbereich Bauen.

Damit die Arbeiten fortgesetzt werden können, seien nun zwei bis drei Wochen „offenes Wetter“ nötig, damit der Asphalt eingebaut werden kann. Spielt das Wetter mit, seien die Arbeiten am Asphaltband nach knapp zwei Wochen fertig. Anschließend müssen dann noch Zufahrten zu den angrenzenden Feldern und dem neuen Radweg geschaffen werden.

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