Mittwoch, Januar 28, 2026

Abenteuerliches Feriencamp im „Sola-Kartoffeldorf“ in Selm

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Werne/Selm. Für 34 Jungen und Mädchen im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren war das Sommerlager (Sola) am Ortsrand von Selm wieder ein turbulenter Start in die lange Sommerferienzeit. In der Vorwoche bildeten Geländespiele, Bibelarbeiten, ein Freibad-Tag und abendliches Lagerfeuer den Camp-Alltag. Zum Zeltcamp eingeladen hatte der überkonfessionelle christliche Verein „Kinder- und Jugendfreizeiten mit Vitamin C“. Dem Verein gehören Christen aus Werne, Selm und Nordkirchen an. Aus dieser Region kamen die meisten Kinder. Der Verein organisiert die Sola-Woche seit 2007.

Das Motto der Zeltwoche klang zunächst recht unspektakulär. Es drehte sich alles um die Kartoffel. Jedoch hatten sich die Planer der Sola-Woche eine abenteuerliche Geschichte um die Erdfrucht ausgedacht. Das Camp am Ortsrand von Selm war zum Kartoffeldorf geworden. Das konnte aber der oberste Kartoffelkäfer nicht ertragen. „CKK“ wollte das Gelände haben, weil es auf wertvollen Bodenschätzen stand, die CKK ausbeuten wollte. Die Dorfbewohner hätten dann als billige Arbeitskräfte malochen müssen.

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Um seinen Anspruch zu begründen, legte er eine gefälschte Schenkungsurkunde des Kartoffel-Königs vor. Die Dorfbewohner wandten sich an diesen König, der am letzten Tag auch persönlich kam. Der Schwindel flog auf. Wie ist der Betrüger zu bestrafen? Genau an diesem Punkt knüpfte die Kartoffelgeschichte an die Bibelarbeiten der vorangegangenen Tage an. Dabei stand, wie Silas Ulrich, der Bürgermeister des Kartoffeldorfs, berichtete, das Thema „Schuld und Vergebung“ im Mittelpunkt. Während der König für CKK 25 Jahre Haft forderte, plädierten der Bürgermeister und die 34 Dorfbewohner für die Begnadigung des reumütigen CKK.

Gewitternacht sorgt für Alarmstimmung, ging aber gut aus

Alarmstimmung herrschte im Camp in der Gewitternacht. Die Kinder mussten mitten in der Nacht in das sturmsichere Versammlungszelt verlegt werden. Niemand wurde verletzt und es entstanden keine Sachschäden. Überhaupt war dieser Dienstag ein ereignisreicher Camptag gewesen. Am heißesten Tag der Woche stand für die Kinder der Freibadbesuch in Selm auf dem Programm. Zur Überraschung der jungen Wasserratten hatte ein Werner Busunternehmer für den Rückweg einen Bus zur Verfügung gestellt. Er ersparte damit den Kartoffeluntertanen und ihren Betreuern einen halbstündigen Fußmarsch.

Die Kinder mussten verschiedene Aufgaben wie beispielsweise den Küchendienst oder das Reinigen des Toilettenwagens übernehmen. Außerdem sollten die Zelte ordentlich aufgeräumt sein. Dafür gab es Punkte. Beim letzten Camptag gab es an den verschiedenen Stationen der Dorfolympiade die Möglichkeit, weitere Punkte zu sammeln. Mit der größten Punktezahl gewannen die Mädchen, allerdings dicht gefolgt von den Jungen. Täglicher Höhepunkt war die Singstunde rund um das lodernde Lagerfeuer.

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