Nach neuer Verordnung: Weniger Osterfeuer brennen in Werne

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Werne. Für viele gehört der Besuch eines Osterfeuers genauso zu den österlichen Festtagen wie die Eisersuche. Auch in Werne werden traditionell zum Fest der Auferstehung wieder etliche Brauchtumsfeuer angezündet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies allerdings deutlich weniger.

Ende September vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Werne eine neue Verordnung beschlossen, um Tradition, ökologische Belange und Artenschutz besser in Einklang zu bringen. Dies hat nun Folgen, denn es sind weniger Feuer angemeldet worden.

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„Private Feuer wurden grundsätzlich abgelehnt“, erklärt Christian Neugebauer, der beim Dezernat Straßen und Verkehr unter anderem für die Genehmigung der Feuer zuständig ist. Nach der neuen Verordnung können die Feuer nur noch von örtlichen Vereinen, Glaubensgemeinschaften, Verbänden sowie Siedler- und Nachbargemeinschaften ausgerichtet werden und sind antragspflichtig.

58 Anträge sind eingegangen, 46 Osterfeuer sind nun bewilligt worden. „Einige haben rechtzeitig noch mal nachgebessert und so noch eine Genehmigung bekommen“, berichtet der Sachbearbeiter. 2023 brannten noch 70 offizielle Feuer, davor – nach der Zwangspause durch Corona – waren es sogar 115.

Neu ist in diesem Jahr zudem die eingeführte Verwaltungsgebühr in Höhe von 50 Euro, die fast alle Anmeldenden bezahlen müssen. Lediglich vier Glaubensgemeinschaften, die eine Veranstaltung anbieten, müssen diese nur anmelden und keine Gebühr bezahlen. Damit Kleintiere in den aufgeschichteten Osterfeuern nicht ersticken oder verbrennen, muss das Material am Brenntag umgeschichtet werden. Darauf weist Neugebauer noch einmal explizit hin und kündigt Kontrollen an.

Zu den größten Feuern zählt traditionell das vom Schützenverein „Am Nierstenholz“, welches am Ostersonntag, 31. März, ab 18.30 Uhr auf der Schützenwiese an der Selmer Landstraße entzündet wird. Ein „Klassiker“ ist zudem die Veranstaltung der Siedlergemeinschaft Steinkamp, die ebenfalls am Ostersonntag, ab 19 Uhr, in der Nähe des Spielplatzes am Grevinghof beginnt.

Am Ostersonntag lädt zudem die Katholische Landjugend Werne-Stockum (KLJB) ein. Im Blasum soll es um 18 Uhr losgehen. Am Martinsweg, Höhe Haus Nr.10, steigt am gleichen Tag um 19 Uhr auch das Feuer der Martinsgesellschaft Lenklar-Brederode. Die Kolpingsfamilie Werne lädt erst am Ostermontag zum Feuer ein. Das Feuer wird dann am Hof Lochthofen, Capeller Straße 138, entzündet.

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