Neuntklässler des AFG zu Besuch im Eine-Welt-Laden

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Werne. Dem Eine-Welt-Laden Werne statteten am Mittwoch, 11. September 2024, 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) einen Besuch ab.

Im Rahmen ihres Erdkundeunterrichts nutzten sie die Gelegenheit, sich intensiver mit dem Thema fairer Handel und globale Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Marius Gregg und Merlin Plümpe.

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Über das Interesse der Jugendlichen freuten sich Annegert Günther und Helga Schunke und berichteten über die Arbeit des Eine-Welt-Ladens, der in diesem Jahr genau 40 Jahre alt wird, und sich als feste Adresse für fairen Handel und die Wissensvermittlung darüber etabliert hat. Da traf es sich gut, dass in der ersten Etage über dem Geschäft am Markt die Ausstellung der Initiative Romero/Eine-Welt-Laden mit dem Titel „Genug für alle“ noch am 12./13./14. und 16. September zusehen ist.

Der Termin für den Exkursionstag sei somit auch nicht zufällig gewählt worden, da er sich mit der Ausstellung zur „Fairen Woche“ kombinieren ließ. Die „Faire Woche“ sei die größte Aktionswoche in Deutschland, die sich dem fairen Handel widme, diesmal unter dem Motto der „Fairen Woche“ lautet „Fair. Und kein Grad mehr!“, was die Verbindung zwischen fairem Handel und Klimagerechtigkeit betone, erläuterte Gregg.

Erdkundekurs befasst sich mit globalen Handelsstrukturen

Der Erdkundekurs werde sich in diesem Schuljahr intensiver mit dem Unterrichtsthema „globale Disparitäten“ befassen. Er setze sich mit den ungleichen Lebens- und Wirtschaftsbedingungen auf der Welt auseinander. Der Begriff „Globale Disparitäten“ beschreibe die großen Unterschiede, die weltweit in Bezug auf Einkommen, Wohlstand, Zugang zu Bildung, Gesundheit und Lebensqualität existieren.

Neben dem Verkauf von Lebensmitteln wie Kaffee, Tee und Schokolade bis hin zu handwerklichen Produkten aus dem globalen Süden unterstützen die engagierten Ehrenamtler des „Arbeitskreises Eine Welt“ vor allem Kleinbauern und Produzenten-Gemeinschaften in Entwicklungsländern und ermöglicht ihnen bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Durch den Einkauf von Produkten aus dem Eine-Welt-Laden könne man einen direkten Beitrag dazu leisten, dass faire Löhne gezahlt, umweltschonende Anbaumethoden gefördert und Kinderarbeit vermieden würden, schilderte der Erdkundelehrer Aspekte, die in dem Unterricht einfließen sollen.

Exkursionstag verband theoretisches Wissen mit praktischem Erleben

Vom Besuch der Ausstellung nahmen die Jugendlichen Informationen und Anregungen mit. Anhand vieler interaktiver Elemente und informativem Bildmaterial ließ sich mehr über die globalen Handelsstrukturen und deren Wirkung auf soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten erfahren.

In den oberen Räumen des Eine-Welt-Ladens ist noch bis zum 16. September die Ausstellung „Genug für alle“ zusehen. Am Samstag lässt sich der informative Rundgang dort mit dem Besuch des Bauernmarktes verbinden.

Der Besuch im Eine-Welt-Laden habe die Gelegenheit geboten, alternative Handelsmodelle wie den fairen Handel kennenzulernen, die darauf abzielen, bestehende Ungerechtigkeiten zu mildern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Gleichzeitig habe er dazu angeregt, sich selbst für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischem Erleben habe das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des Welthandels vertieft, zeigte sich Marius Gregg überzeugt.

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