Tollwut bei Fledermaus in Bork – Fundtiere nicht berühren

Anzeige

Kreis Unna. In der vergangenen Woche ist bei einer aufgefundenen Fledermaus in Selm-Bork eine Tollwutinfektion bestätigt worden. Da Tollwutinfektionen auch für den Menschen gefährlich sind und tödlich verlaufen können, warnt das Veterinäramt des Kreises Unna ausdrücklich davor, Fledermäuse anzufassen. Darüber informiert die Kreis-Pressestelle.

„Bei der Sichtung von infizierten Tieren müssen Kratzwunden oder Bissverletzungen unbedingt verhindert werden – im Klartext: Nicht anfassen!“, betonen die Fachleute des Veterinäramtes. Es sei keinesfalls normal, dass sich eine Fledermaus auf dem Boden aufhält. Allein deshalb sei Vorsicht geboten.

Zudem hätten Fledermäuse in ihrem Insektenfressergebiss nadelspitze Zähne, mit denen sie empfindlich tief beißen können, so die Experten weiter. Im aktuellen Fall wurde die Fledermaus an eine Auffangstation weitergegeben, wo das Tier aufgepäppelt werden sollte. Nach dem Tod des Tieres wurde der in NRW eher seltene Tollwut-Erreger vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münster nachgewiesen. Tollwut tritt bei Fledermäusen in Norddeutschland örtlich begrenzt, zeitlich aber immer wieder auf.

Fledermäuse sind im Grundsatz ungefährlich Grundsätzlich geht nach Auskunft des Veterinäramtes von Fledermäusen keine erhöhte Gefahr aus. Gesunde Fledermäuse fliegen oder halten sich in ihren Schlafquartieren auf. Wenn eine Fledermaus flugunfähig auf dem Boden liegt, ist davon auszugehen, dass das Tier verletzt oder erkrankt ist. Für eine Verletzung oder Erkrankung kann es vielfältige Gründe geben. Flugunfähigkeit heißt nicht automatisch Tollwut. Hinweise auf Tollwut können bei den nachtaktiven Tieren das Attackieren von nahegelegenen Gegenständen, Orientierungsschwierigkeiten, Schluckbeschwerden oder Lähmungserscheinungen sein. 

Hilfe für verletzte und kranke Fledermäuse gibt es beim Fledermausschutz:
www.fledermausschutz.de/ansprechpartner

Während die Tollwut bei in Deutschland lebenden Säugetieren, wie dem Fuchs, durch intensive Bekämpfungsmaßnahmen nahezu vollständig getilgt werden konnte, kann der Erreger bei Fledermäusen in seltenen Fällen nach wie vor nachgewiesen werden.

Impfschutz überprüfen

Um das Risiko für den eigenen Hund und die Freigänger-Katze auszuschließen, empfiehlt das Veterinäramt den Tollwutschutz zu überprüfen und falls nötig eine Impfung vorzunehmen oder den bestehenden Schutz aufzufrischen.

Weitere Artikel von Werne Plus

Schneller als Fußgänger: Polizei kontrolliert Schrittgeschwindigkeit

Werne. Wer am Dienstagmorgen, 11. August, mit dem Auto über die Straße Am Griesetorn in Richtung Innenstadt nicht mit der vorgeschriebenen Schrittgeschwindigkeit unterwegs war,...

Aus Fehlkäufen macht Selime Aytis Lieblingsstücke

Werne. Der Einzelhandel der Werner Innenstadt hat viel zu bieten, auf den ersten und zweiten Blick. Kleine und große, meistens inhabergeführte Geschäfte, setzen auf...

Betrüger erbeuten fünfstelligen Geldbetrag in Lünen – Polizei warnt

Lünen. Am Donnerstag (6. August 2026) erbeuteten Betrüger in der Bismarckstraße in Lünen einen Geldbetrag im fünfstelligen Bereich aus einer Wohnung. Die Polizei sucht...

Kolping-Radtour – durch Lippewiesen und Naturschutzgebiet

Werne. 16 Radfahrbegeisterte machten sich am 3. August trotz sommerlicher Temperaturen auf den Weg zur monatlichen Kolping-Radtour. Startpunkt war um 16 Uhr der Biergarten des...