Mittwoch, Februar 25, 2026

Nach Zeitumstellung: Augen aufhalten wegen Wildwechsel

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Kreis Unna/Werne. Wenn am Wochenende – genauer gesagt am 31. März 2024 – die Uhren auf Sommerzeit vorgestellt werden, heißt es für alle Verkehrsteilnehmenden wieder: Zum einen müssen die Uhren im Auto um eine Stunde vorgestellt werden, zum anderen müssen sie die Augen aufhalten. Nicht nach einer durchgemachten Nacht, sondern nach wildem Wild.

Es ist besonders in den frühen Morgenstunden jetzt zu dieser Jahreszeit sehr aktiv. Wildtiere und besonders häufig Rehe kreuzen auf der Suche nach Nahrung oftmals Straßen – auch im Kreis Unna – die mehr oder weniger stark befahren sind. Wildtiere kennen keine Zeitumstellung, weder jetzt am Wochenende noch im Herbst. Sie sind trotz allem vermehrt morgens zwischen 6 und 9 Uhr unterwegs – überwiegend an Straßen entlang der Wald-Feld-Kante oder in Waldgebieten.

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Wie das Statistische Bundesamt in Deutschland mitteilt, ereignet sich etwa alle zweieinhalb Minuten ein Wildunfall mit Rehwild, Schwarzwild, Damwild und Rotwild in Deutschland – allein im vergangenen Jahr 2023 gab es davon rund 232.000. Davon waren es im Kreis Unna 457.

Folgende Schwerpunkte hat die Kreispolizeibehörde Unna (ohne Lünen) zu verzeichnen:

– Bergkamen 35 Wildunfälle – Bönen 47 Wildunfälle – Fröndenberg 64 Wildunfälle – Holzwickede 20 Wildunfälle – Kamen 37 Wildunfälle – Schwerte 53 Wildunfälle – Selm 89 Wildunfälle – Unna 56 Wildunfälle – Werne 109 Wildunfälle

Ein Zusammenstoß mit einem Wildtier kann verheerend sein: für die Tiere oft tödlich, für Verkehrsteilnehmer bleiben ein Schrecken und Blechschaden zurück. Im schlimmsten Fall kommen noch Verletzungen hinzu.

Um das zu verhindern, sollten Autofahrer das Tempo reduzieren, um jederzeit bremsbereit zu sein. Beachtet werden sollte auf jeden Fall auch das rotweiße Verkehrsschild mit dem springenden Wild drauf, dass darauf hinweist, dass Wild an der Stelle häufig die Straße kreuzt und es vermehrt dort schon zu Wildunfällen gekommen ist.

„Reaktionsschnell handeln und vorausschauend zu fahren, wenn Sie Wildtiere am Straßenrand sehen, kann Leben retten – Ihres und das des Tieres! Taucht dann ein Wildtier am Straßenrand auf, sollten Sie bremsen, abblenden und hupen. Behalten Sie unbedingt im Hinterkopf, dass ein Tier selten allein unterwegs ist“, rät die Kreispolizeibehörde Unna.

Und weiter: „Kommt es doch zu einer Kollision mit einem Wildtier, sollten Sie das Bremspedal kraftvoll durchtreten und das Lenkrad fest in Ihren Händen behalten. Schalten Sie das Warnblinklicht ein, ziehen Sie Ihre Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle ab und rufen Sie die 110. Unkontrolliertes Ausweichen kann das Unfallrisiko übrigens erhöhen. Daher: Fahren Sie bitte immer umsichtig und vorausschauend.“

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