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Werne. Am 2. Dezember verwandelte sich das Pfarrheim St. Christophorus in einen Ort leuchtender Augen und stiller Hoffnung. Das interkonfessionelle Frauen-Café hatte die ukrainischen Familien eingeladen, meist Frauen und Kinder, die seit dem Angriffskrieg in der Ukraine in Werne Schutz gefunden haben.

Gemeinsam wollten sie den Beginn der Adventszeit feiern, jenes Fest der Erwartung, das gerade für Menschen in schweren Lebenslagen zu einem stillen Anker werden kann.

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Schon beim Eintreten lag der Duft frisch gebackener Waffeln mit Kirschen in der Luft. Kinderstimmen, Lachen, das Murmeln in unterschiedlichen  Sprachen – und die sanften Klänge der Adventslieder, live gespielt von Dagmar Borowski-Wensing, erfüllten den Raum. Die Kleinsten klatschten, wippten, sangen mit – und ihre Mütter fanden Momente des Durchatmens, des Wieder-Lächelns, des Erzählens.

Ein ganz besonderer Gast brachte die Augen zum Strahlen: der Nikolaus. In Gestalt von Dr. Heinrich Hakenberg, der mit großer Herzenswärme auftrat, verteilte er liebevoll Geschenke an die Kinder. Die Begeisterung erreichte ihren Höhepunkt, als Uta Kranz alias Clownin Picoletta Sausewind mit glitzernden Seifenblasen den Raum füllte und die Fantasie der Kinder beflügelte.

Doch die Adventsfeier war mehr als ein fröhlicher Nachmittag. Sie war ein Symbol für Gemeinschaft und für das Wirken eines Teams, das mit Herz und Ausdauer Brücken baut. Das Frauen-Café wäre ohne seine engagierten Ehrenamtlichen nicht denkbar. Mit dabei waren desweiteren:

Natalie Rößing mit großem organisatorischem Geschick und einem offenen Ohr für alle Anliegen, Katherine Knowlden, zuverlässig, strukturierend und eine Stimme der Ruhe. Rita Lang, als Dolmetscherin unersetzlich, sie verbindet Welten und schenkt Sicherheit, Birgit Kühmichel und Karin Danneberg zugewandt, unterstützend, immer da, wo Hilfe gebraucht wird und Johannes Vossen tatkräftig, herzlich, ein Ruhepol im Hintergrund.

„Dieses Team, auf das blind Verlass ist, macht  die Arbeit mit den Schutzsuchenden erst möglich“, so Dr. Gabriele Angenendt, Initiatorin des Cafés: „Dessen Energie und Einfühlungsvermögen sorgt seit Jahren dafür, dass hier niemand allein durch die ersten Schritte in der Fremde gehen muss. Mittlerweile haben die meisten eine eigene Wohnung, sind berufstätig, und  sprechen sehr gut Deutsch.“

Gemeinsam unterstützt es die Familien von Beginn an nicht nur mit Begegnung und Herzenswärme, sondern auch bei Deutschkursen, Alltagsfragen, Formularen, Behördengängen, Möbelorganisation und Wohnungssuche – immer ehrenamtlich, immer mit Menschlichkeit.

Nach dem Brand im evangelischen Martin-Luther-Zentrum stand das Frauen-Café vor einer großen Herausforderung.  Doch Pfarrdechant Jürgen Schäfer reagierte sofort und stellte das Pfarrheim St. Christophorus zur Verfügung – eine Geste, die viele als Beispiel echter gelebter Ökumene empfinden. Auch seinem Kirchenvorstand gilt großer Dank.

„Wir fühlen uns sehr willkommen in den schönen Räumen“, sagt eine ukrainische Mutter. „Hier ist alles so unkompliziert, es ist schön, hier zu sein.“

So wurde dieser Adventsnachmittag zu einem Moment der Wärme, des Miteinanders und der Hoffnung. Ein Ort, an dem die Kerzen nicht nur leuchteten – sondern auch die Herzen.

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