Werne. Seit 32 Jahren ist die „Schlemmer-Kiste“ nicht nur in der Mittagszeit eine wichtige Anlaufstelle bei kleinem und größerem Hunger. Viele Jahre schon sorgt Thomas Becker dafür, dass seine Kundschaft satt wird. Spätestens Ende des Jahres soll Schluss sein mit Currywust und Gyros, deshalb werden neue Inhaber gesucht.
„Die Leute fragen mich fast jeden Tag, ob ich schon verkauft habe. Bisher aber ist noch nichts fix“, sagt Thomas Becker, der sich aus gesundheitlichen Gründen und nach einem vor Jahren erlittenen Herzinfarkt von seinem Imbiss im Industriegebiet an der Landwehrstraße trennen möchte, den er zusammen mit seiner Frau Anja betreibt.
Seit diesem Frühjahr wird der Imbiss über das bekannteste Online-Kleinanzeigen-Portal in Deutschland angeboten. Rund 20 Interessierte haben sich seit der Veröffentlichung der Anzeige vor Ort über die Vorzüge des voll eingerichteten Imbisscontainers informiert.
„Dabei kam es öfter vor, dass man alles ausführlich gezeigt hat und es am Ende dann hieß, man müsse erst noch mit der Bank reden. Dann hat man nichts mehr gehört. Das ist schon ärgerlich“, schildert der 61-Jährige.
Eine Interessentin gab eine mündliche Zusage zur Übernahme, sodass der Imbissbesitzer die Anzeige aus dem Portal löschte. Am Ende aber blieb die nötige Unterschrift unter dem bereits ausgearbeiteten Vertrag dennoch aus. Aktuell sind laut Becker drei Kandidaten in der engeren Auswahl.

Vor 17 Jahren hat Becker den Imbiss von seinem Vorgänger übernommen. „Schon als Kind bin ich in Lünen mit meiner Mutter im Imbisswagen rumgefahren. Das war also schon immer mein Ding und ein Traum, den wir später dann umgesetzt haben“, sagt der Schalke-Fan rückblickend.
Die berufliche Laufbahn führte indes vor Jahrzehnten in den Bergbau, wo er 20 Jahre lang tätig war. Auch in dieser Zeit half er regelmäßig beim familiären Imbisswagen aus. Bis Ende September soll der Imbiss-Verkauf abgeschlossen sein.
Klappt das nicht, macht das Ehepaar noch maximal bis kurz vor Weihnachten weiter. „Wir verkaufen dazu unser Haus in Rünthe, denn wir haben in Ungarn ein neues Zuhause gefunden“, erklärt der Imbissbesitzer. Wenn alles wie geplant läuft, soll es in einem Jahr los gehen.
Für das Paar war diese Wahl Liebe auf den ersten Blick. „Wir haben uns seit zehn Jahren immer mal wieder verschiedene Länder angeguckt – dort hat es sofort Klick gemacht. Wir waren uns schnell einig, dass wir später dort leben möchten.“

Die möglichen Nachfolger des Imbisses werden nach einer Einführung durch Becker und seine Frau auch „Unterstützung“ vom langjährigen Maskottchen bekommen, denn der überdimensional große Koch, soll bei den noch zu findenden Käufern des Imbisses bleiben.






















