Sonntag, April 19, 2026

An(ge)dacht: Nawalny – Ein Held von dem wir lernen können

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Werne. Als ich seine Autobiographie begann, hatte ich einige Schlagwörter und Einzelereignisse seines Lebens im Kopf.  Sein Buch war ein Geburtstagsgeschenk und ich ging ohne besondere Erwartungen ans Lesen.

Ohne zu viel vom Inhalt verraten zu wollen, möchte ich doch hervorheben, dass mich der Einsatz dieses Mannes für sein Volk und sein Land sehr bewegt hat. Es erstaunt, dass er sich selbst als nicht mutig bezeichnet, obwohl er sich mit einem so mächtigen und skrupellosen Mann wie Putin angelegt hat. Herausragend ist seine Ehrlichkeit und seine Bereitschaft, für sein Ziel ins Gefängnis zu gehen und am Ende sein Leben für diese Sache zu opfern.

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Doch sein Buch zeigt eine andere kostbare Seite. Er beschreibt, dass die Geburt seiner Tochter etwas in ihm ausgelöst hat: „Wie jeder, der in der Sowjetunion aufwuchs, hatte ich nie an Gott geglaubt, aber wenn ich mir Dascha ansah und wie sie sich entwickelte, dann mochte ich mich nicht länger mit dem Gedanken anfreunden, dass dies nur eine Frage der Biologie sei. Das änderte nichts an der Tatsache, dass ich ein großer Fan der Wissenschaft bin, aber ich beschloss in diesem Moment, dass die Evolution, für sich genommen, nicht ausreiche. Es musste noch etwas geben. Von einem eingefleischten Atheisten entwickelte ich mich allmählich zu einem religiösen Menschen.“

Diese Entwicklung mündet am Ende des Buches in ein offenes Bekenntnis für den Glauben an Jesus Christus: „Aber bist du ein Anhänger der Religion, dessen Gründer sich für andere opferte und den Preis für ihre Sünden zahlte? Glaubst du ehrlich an die Unsterblichkeit der Seele und das ganze andere coole Zeug? Wenn du aufrichtig mit »Ja« antworten kannst, worüber musst du dir dann noch Sorgen machen?“

Der Kampf gegen das russische Regime erinnert an die Geschichte von David und Goliath. Doch hat dieser Mann den Kampf nicht verloren? In diesem Leben scheint es so, aber in der Ewigkeit wird es diesem Mann besser gehen als allen Mächtigen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichert haben. Für diese Gerechtigkeit hat Nawalny gekämpft und uns ein wertvolles Zeugnis hinterlassen. (Quelle aus: Alexej Nawalny Patriot Meine Geschichte)

Ein gesegnetes Wochenende wünscht

Frank Ulrich

Christliche Gemeinde Werne

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