Gefährlicher als vorher? – Entfernter Radweg am Stadthaus weiter Thema

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Werne. In einer „Nacht- und Nebelaktion“ und ohne die Öffentlichkeit zu informieren, wie die Initiative Radverkehr (IR) meinte, hatte die Stadt Werne Anfang April die rot markierten Querungen für Radfahrer am Stadthaus und „Am Neutor“ entfernt. Die Unfallkommission des Kreises Unna habe die Situation diskutiert und eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen.

Im Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz am vergangenen Dienstag (20.05.2025) kochte das Thema erneut hoch. Besonders Christoph Dammermann (FDP) kritisierte das Vorgehen der Verwaltung und meinte: „Ist die Situation nun besser? Nein!“

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Zunächst hatte Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), betont, dass die Regelung nicht der Straßenverkehrsordnung entsprochen habe: „Der Hinweis aus dem Kreishaus war ein Zwang für uns, ein Haftungsthema. Es blieb nur die Entfernung der roten Markierungen – der beste, wenn auch unpopuläre Weg.“

Auch die kurzfristige Information der Bevölkerung verteidigte er: „Wir haben von einer Bürgerbeteiligung abgesehen, weil sie nur zum Schein gewesen wäre. Wir hatten kurzfristig keine andere Alternative. In Zukunft können wir den nun an zwei Stellen unterbrochenen Radring wieder herstellen bzw. umgestalten, dann unter politischer Beteiligung.“

Während Sven Linnemann (SPD) der Verwaltung die „volle Unterstützung“ der Sozialdemokraten zusicherte, legte Christoph Dammermann mit seiner Kritik nach. „So etwas muss im öffentlichen Teil des Ausschusses diskutiert werden. Das Vorgehen entsprach sicher nicht der Gemeindeordnung“, wetterte der Bürgermeisterkandidat der Liberalen. Der Rest im Saal schwieg.

Dammermanns Meinung nach verhindere die neue Lösung keine Unfälle. „Wir haben dann nur welche, bei denen die Stadt Werne nicht haftet. Die Regelung vorher war gut, weil radfahrerorientiert. Nun haben wir eher ein Problem.“

Dr. Tobias Gehrke widersprach: „Die Situation ist nun eindeutig. Ob diese für weniger Unfälle sorgt, wird die Zukunft zeigen.“ Andreas Drohmann, Sprecher der Grünen, empfand die „Symbolik unglücklich“ und hätte sich ein anderes Vorgehen gewünscht: „Den Radfahrenden wurde etwas weg genommen.“

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