Mittwoch, April 1, 2026

KAB-Aktion: Nikolaus im Fahrerhaus und auf den Rastplätzen

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Bistum Münster/Hildesheim/Osnabrück. „Es ist ein Hundeleben auf der Straße,“ sagen Lkw-Fahrer/innen, die wochenlang auf den Autobahnen unterwegs sind. „Jeder, der am Wochenende über die Autobahn fährt, sieht die Lkw und ihre Fahrer/innen auf den Parkplätzen“, sagt Sigrid Audick, stellvertretende Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Münster, „doch wirklich wahrgenommen werden sie kaum.“ Die Aktion „Nikolaus im Fahrerhaus 2025“ soll das ändern.

Prominente Unterstützung: Yvonne Willicks und Peter Kossen

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Am zweiten Adventssonntag (07.12.2025) macht die KAB im Bistum Münster auf diese oft unbeachtete Berufsgruppe aufmerksam. Fast 40 Gruppen des katholischen Sozialverbandes verteilen am 7. Dezember zwischen 11 und 14 Uhr Geschenktüten an die Fahrer/innen, die den zweiten Advent auf Rastplätzen an Autobahnen in NRW und Niedersachsen verbringen müssen. Die KAB hat prominente Unterstützung: Yvonne Willicks, TV-Moderatorin, ist Schirmherrin und verteilt mit einer Gruppe am Niederrhein die roten Tüten. Sozialpfarrer Peter Kossen ist mit einer Gruppe aus Lengerich dabei. In Osnabrück unterstützt Weihbischof Johannes Wübbe die Aktion vor Ort.

Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen

Doch mit Schoko-Nikolaus, Plätzchen und der Dankes-Karte in fünf Sprachen allein ändert sich für die Fahrer/innen noch nicht viel, weiß Sigrid Audick. „Wir wollen den Fahrern und Fahrerinnen an diesem Tag eine Freude machen“, sagt sie. Genauso wichtig sei es, öffentlich auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Die Fahrer/innen seien wochenlang im Lkw unterwegs, ohne Zugang zur ärztlichen Versorgung und ohne menschenwürdige Unterkünfte auf den Parkplätzen.

Dabei gäbe es bereits heute Lösungen, Erleichterungen. „Mehr Kontrollen, die die bestehenden Gesetze zugunsten der Fahrer/innen durchsetzen, kostenfreie Sanitär- und Sozialräume auf den Rastplätzen und kostenloser Zugang zu Trinkwasser“, schlägt Wolfgang Kollek, Vorsitzender der KAB Münster vor. Finanziert könnte das über eine Art „Sozialmaut“ werden, ergänzt er. Vor allem: Wer auf deutschen Autobahnen fährt, müsse auch die hier üblichen Arbeits- und Entlohnungsbedingungen erhalten. Auch dafür gehen Aktive der KAB mit Nikolaus im Fahrerhaus am zweiten Adventssonntag auf die Straßen und Rastplätze.

Weitere Infos:

Stephan Eisenbart, stephan.eisenbart@bmo-vechta.de, Tel. 0151 14777119 und
Heike Honauer, presse@kab-muenster.de, Tel. 0162 2027350

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