Dienstag, April 21, 2026

Rund 800 bei Kundgebung gegen Rechts und die AfD in Werne

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Werne. Zwei Wochen vor der Bundestagswahl haben am Samstag (8. Februar) zwischen 700 und 800 Menschen auf dem Werner Marktplatz eine klare Wahlempfehlung für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt gegeben und gleichzeitig gegen AfD und Rechts demonstriert.

Aufgerufen zu der Kundgebung hatte das Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR) und viele nutzten die Gelegenheit, mit Bannern, Plakaten und bemalten Pappschildern ihre Meinung auszudrücken.

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„No Nazis“ in Riesenlettern war ebenso zu lesen, wie „Menschenrechte statt rechte Menschen“ oder „Kein Mensch ist illegal“. Vertreten waren alle Altersgruppen und Familien, Gruppen, Parteien und Organisationen bildeten ein buntes Bild der Stadtgesellschaft.

Appell in ganz großen Lettern.

Unterstützung bekam das Werner Bündnis von „People for Future“ und aus der Nachbarschaft von „Ascheberg ist bunt“ oder der „Jugend gegen Faschismus“. Tonius Weiß vom Ascheberger Bündnis rief dazu auf, die Demokratie zu verteidigen. Ein Gründe für die Stärke der AfD seien oft auch die Angst vor Veränderungen und Unsicherheit, und deren scheinbar einfache Antworten darauf.

„People for Future“ sprach das Thema soziale Ungleichheit an, die zulasten der Schwächsten in der Gesellschaft ginge.

Die Zivilgesellschaft müsse das Korrektiv sein und Krisen anpacken ohne Gruppen gegeneinander auszuspielen, hieß es auch seitens des WBgR. Kritik gab es an Friedrich Merz. Da seien Themen der AfD übernommen und die „Demokratie für nichts riskiert“ worden.

Alexander Meese, Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde, wandte sich wie schon bei der großen Kundgebung vor einem Jahr an die Teilnehmenden. Ein Wort wie „Remigration“, das vor einem Jahr noch Tausende auf die Straßen gebracht habe, sei heute in die Mitte gerückt. „Mit den Worten fängt es an“, mahnte er nicht wegzuschauen, denn „Worte spalten“.

Pfarrer Alexander Meese machte klar: „Die Grundrechte sind unverhandelbar“.

„Ich möchte in einem Land leben, in dem Freiheit herrscht“, sagte er. Andere Meinungen müsse man mit Respekt zuhören, auch wenn man das oftmals schwierig sei. Gleichwohl sei es nicht egal, mit welchen Mehrheiten man regiere. „Die Grundrechte sind nicht verhandelbar, kümmert euch um einander für eine starke Zivilgesellschaft“, sagte er unter großem Applaus der Demo-Teilnehmer.

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