Werne. Am Sonntag, den 14. September 2025, lädt der Altstadtfreunde-Verein zum Tag des offenen Denkmals ein – und zwar ab 15 Uhr in die St. Christophoruskirche.
Der Tag des offenen Denkmals ist eine der größten Kulturveranstaltungen in Deutschland. In Werne laden die Altstadtfreunde zu einem Rundgang durch die St. Christophorus-Kirche mit der Historikerin Dr. Anke Schwarze ein.
Die gotische Stadtkirche passt ideal zum diesjährigen Motto der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ Die Stiftung schreibt dazu: „Nicht materieller Gewinn, Bilanzen, Rendite sollten zählen, sondern was monetär niedrig bemessen ist, kann ein wertvolles unverkäuflichen Allgemeingut sein und ein unbezahlbarer persönlicher Schatz“.

Für die Kunstwerke in der Kirche trifft beides zu. Aufgrund ihrer kunsthistorischen Machart sind sie unbezahlbar, in ihrer stadtgeschichtlichen Bedeutung für die Identität der Bürgerinnen und Bürger von Werne unersetzlich. Das Spannende: Anhand der Objekte in der Kirche lässt sich ein Gang durch verschiedene Epochen der Kunstgeschichte machen – angefangen beim Taufstein und Madonnen aus der Spätgotik über ein Altarbild mit Elementen aus der Renaissance bis zu historistischer Glasmalerei und Kirchenfenstern des Art Deco. Dass die Besucher der Kirche heute eine vollständige Strahlenkranzmadonna bewundern können, verdanken sie einem Pfarrdechanten, der sich diese Skulptur nicht mit Geld aufwiegen lassen wollte.
Der Rundgang dauert etwa eineinviertel Stunde und lässt sich gut vor oder nach einem Gang zur Kommunalwahl einschieben. Start ist um 15 Uhr am Kircheneingang gegenüber dem Stadtmuseum. Alle Interessenten sind willkommen.