Werne. Ein voller Saal und viel Gelächter: Die Lesung „Ente mit Schrecken“ von und mit Christian Huppert begeisterte am Samstagabend (14.03.2026) das Publikum. Die Veranstaltung war seit Wochen ausverkauft – und die Besucher wurden nicht enttäuscht.
Gemeinsam mit dem Marler Jazzmusiker Claudius Reimann an Tenorsaxofon und Loopstation präsentierte der Germanist und Satiriker pointierte Glossen und Beobachtungen aus Alltag und Kleinstadtleben, zumeist aus ungewöhnlicher Perspektive. Gleich zu Beginn brachte sich der Autor augenzwinkernd als künftiger Bürgermeisterkandidat von Werne ins Spiel – inklusive kreativer Ideen wie der Umwandlung der Bonenstraße in eine begehbare Geisterbahn oder der Errichtung eines mehrgeschossigen Surfparks auf dem Hühnerhofgelände.
Im weiteren Verlauf ging es unter anderem um traumatische Kindheitserinnerungen – etwa verregnete Matschwanderungen im Sauerland –, eine gescheiterte Jugend-Bandkarriere, Chatgruppen, Übergangsjacken im Zeitalter des Klimawandels sowie um sprachliche Kuriositäten und bürokratische Wortungeheuer wie das „Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“.

Musikalische Beiträge prägten den Abend ebenso wie die Texte. Huppert begleitete einige Stücke am elektronischen Mini-Schlagzeug und Keyboard, während Reimann für jazzige Akzente sorgte. Ein Text war zudem der scheidenden Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann gewidmet, die die Veranstaltung ermöglicht hatte.
Lang anhaltender Applaus machte schließlich eine Zugabe unumgänglich. „Ich komme wieder“, versprach Huppert – und meinte, das solle keinesfalls als Drohung verstanden werden.






















