Dankbar für 60 gemeinsame Ehejahre: Ursula und Bernd Niehaus

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Werne/Münster (pbm/mek). Gern erinnern sich Ursula und Bernd Niehaus aus Werne an die Segensfeier für Jubelpaare im St.-Paulus-Dom in Münster. „Es war ein sehr schöner Gottesdienst, und die persönliche Segnung war ein besonderer Moment“, sagt Ursula Niehaus und lächelt dabei ihren Mann an.

Seit 60 Jahren sind die beiden verheiratet. Das erfüllt sie mit Dankbarkeit. Anlässlich ihrer Diamantenen Hochzeit hatte ihre Tochter Gaby, die von dem Angebot wusste, den Tag für ihre Eltern in Münster organisiert. So kam die ganze Familie inklusive der Enkelkinder im Dom zusammen.

Familie hat für Ursula und Bernd Niehaus immer einen hohen Stellenwert gehabt. Geprägt wurden sie schon in ihrer Kindheit: Beide wuchsen im emsländischen Freren auf – sie mit neun, er mit zehn Geschwistern. „Ich wurde übrigens in Schapen getauft“, erzählt Ursula Niehaus augenzwinkernd und verweist damit auf den neuen Bischof Heiner Wilmer, der dort aufgewachsen ist.

Kennengelernt haben sich die beiden bereits in der Schule. „Freren ist nicht so groß, da kennt man sich einfach“, sagt Bernd Niehaus. Drei Jahre saßen sie gemeinsam im Klassenraum, verloren sich danach zunächst aus den Augen, bis es Jahre später auf dem Schützenfest funkte.

1966 wagten sie gemeinsam den Neuanfang und zogen nach Werne. Bernd Niehaus begann als Elektriker bei den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen (VEW). Im selben Jahr wurde Tochter Gaby geboren, zwei Jahre später folgte Walli. Besonders stolz ist das Ehepaar auf das Eigenheim, das sie 1972 mit viel Eigenleistung und Unterstützung aus der Familie bauten. „Es war viel Arbeit, aber das Miteinander und die gute Nachbarschaft haben vieles leichter gemacht“, erinnert sich Bernd Niehaus.

Heute freuen sich die beiden über das enge Verhältnis zu ihren Töchtern und den vier erwachsenen Enkelkindern. „Wir haben miterlebt, wie sie aufgewachsen sind. Und sie kommen noch immer gern vorbei“, sagt Ursula Niehaus. Auch bei digitalen Dingen unterstützen die Enkel ihre Großeltern gern. Diese wiederum stehen neuer Technik aufgeschlossen gegenüber: Smartphone und Smartwatch gehören längst zum Alltag. „Das motiviert mich, in Bewegung zu bleiben“, erzählt Ursula Niehaus. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad – Bewegung sei wichtig, da sind sich die beiden 85-Jährigen einig. Vor allem sind sie dankbar dafür, gesundheitlich noch so fit zu sein.

Die persönliche Segnung in dem Gottesdienst war für das Ehepaar ein besonderer Moment.

Der Glaube spielt ebenfalls eine zentrale Rolle in ihrem Leben. „Wir sind fromm erzogen worden – kein Mittagessen ohne Gebet. Bis heute gehört der Kirchgang einfach dazu. Und wenn wir es mal nicht schaffen, fehlt uns etwas“, sagt Bernd Niehaus. Gleichzeitig beobachtet er, dass die Kirchenbänke leerer werden: „Es kommen nicht mehr so viele Menschen, es ist überschaubar geworden.“ Umso mehr schätzt er den Austausch mit den anderen nach dem Gottesdienst.

Und was ist das Geheimnis ihrer langen Ehe? „Ein Patentrezept gibt es nicht. Entweder es passt – oder nicht“, sagt Bernd Niehaus pragmatisch. Seine Frau ergänzt: „Vertrauen ist wichtig. Und auch das, was uns unsere Eltern vorgelebt haben.“

Eine neue Gelegenheit zur gemeinsamen Segensfeier bietet sich am Samstag, 10. Oktober: Dann lädt das Bistum wieder um 10.30 Uhr in den St.-Paulus-Dom zur Feier für die Jubelpaare des Jahres 2026 ein.

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