Dritter Standort für Wernutopia: Dezernent reagiert auf Eltern-Kritik

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Werne. In den vergangenen Tagen haben Eltern, die ihre Kinder vor einigen Wochen für Wernutopia angemeldet haben, erfahren, ob und für welche Woche es mit einem Platz für die beliebte Aktion geklappt hat. Da nicht alle der zahlreichen Wünsche erfüllt werden konnten, haben einige Eltern gegenüber der WERNEplus-Redaktion Kritik geäußert, zu der Frank Gründken, Dezernent Jugend und Familie, Bildung, Kultur und Sport Stellung bezogen hat.

„Zunächst einmal ist das hohe Interesse der Eltern an dem Kinderferienprogramm eine Bestätigung der seit Jahren guten Arbeit und des attraktiven Angebotes. Darüber freuen wir uns. Gleichzeitig bedauern wir, dass aufgrund der hohen Anmeldezahlen einigen Kindern kein Platz angeboten werden kann“, sagt der Dezernent.

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Pro Woche stehen üblicherweise 150 Plätze, davon 120 im JuWeL und 30 im Paradise in Stockum für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, mit Wohnsitz in Werne, zur Verfügung. Weil in diesem Jahr erstmalig der OGS-Rechtsanspruch zu berücksichtigen ist, hat die Stadt eine Aufstockung der Platzzahlen durchgeführt.

Dies ist durch eine Kooperation mit der Jugendhilfe möglich, weil mit der Kita „Am Familiennetz“ am Fürstenhof, die ab August neu als „St. Konrad – Die Weltentdecker“ an der Stockumer Straße starten wird, ein dritter Standort das Angebot ergänzt. Insgesamt werden so in den letzten drei Ferienwochen jeweils rund 195 Kinder betreut. Kinder, die nach den Ferien eingeschult werden, nehmen am Angebot an diesem neuen Standort teil.

Die Kita „Am Familiennetz“ am Fürstenhof wird in den Ferien temporär zum dritten Wernutopia-Standort. Archivfoto: Volkmer

Gegenüber unserer Redaktion hatten Eltern angezweifelt, ob überprüft wurde, dass bei der Anmeldung die Kombinations-Option, also die Buchung eines OGS-Angebots und Wernutopia, kontrolliert worden ist. Die Regelungen besagen, dass Kinder ab der zweiten Klasse insgesamt nur drei von sechs Wochen in der OGS oder bei Wernutopia angemeldet werden können.

Abgleich der Anmeldungen

Frank Gründken erklärt dazu: „Eltern mussten bei der Anmeldung bestätigen, dass sie nicht mehr als drei Wochen gesamt buchen. Dazu vertrauen wir zunächst einmal der Richtigkeit der Angaben der Eltern. Unsererseits wird es dazu noch einen Abgleich geben. Sollten Überbuchungen auftauchen, werden Eltern den Platz bei Wernutopia verlieren und andere Kinder könnten von der Warteliste nachrücken.“

Der Redaktion ist zudem geschildert worden, dass Kinder, die später als andere angemeldet wurden, im Gegensatz zu denen, die dies am ersten Tag vornehmen ließen, einen Platz erhalten haben. „Neben der Reihenfolge der Anmeldungen ist beispielsweise auch die Erfüllung des OGS-Rechtsanspruches für Kinder, die in diesem Sommer eingeschult werden, zu berücksichtigen. Daher kann es durchaus zu den genannten Verschiebungen gekommen sein“, so der Dezernent, der betont, dass der OGS-Rechtsanspruch vollumfänglich erfüllt wird.

Neues ausprobieren oder einfach nur Spaß haben – das Ferienangebot in Werne ist beim Nachwuchs gefragt. Archivfoto: Volkmer

„Ebenso kam es aufgrund der hohen Zugriffszahlen zum Start der Anmeldephase zu zeitlichen Zusammenbrüchen der Anmeldeplattform“, erklärt Gründken. Zudem seien die Zugriffe häufig auch abhängig von der Nutzung des jeweiligen Browsers sowie der eigenen Internetverbindung. Auch deshalb können Unstimmigkeiten bei der Reihenfolge der Anmeldungen entstanden sein, so der Dezernent.

Alle Anmeldungen in der vierten Woche am Standort JuWeL haben einen Platz erhalten, teilt er weiter mit. Dazu wurde das Angebot um sechs Plätze erhöht. Mit wenigen Ausnahmen seien zudem Geschwisterkinder aufgenommen worden.

Der aktuelle Stand

55 Anmeldungen konnten bislang nicht berücksichtigt werden. 43 Anmeldungen haben darüber hinaus nicht die gewünschte Anzahl an Wochen erhalten. „Möglicherweise ergeben sich aufgrund der Überprüfungen freie Plätze, die kurzfristig anderweitig vergeben werden können. Andererseits ergeben sich erfahrungsgemäß bis zu den Sommerferien und beim Start des Kinderferienprogramms Abmeldungen, die dann ebenfalls vor den Sommerferien kurzfristig zur Verfügung stehen“, schildert Gründken.

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