Werne. Aktuell leeren sich die Getreidefelder in Werne und Umgebung kontinuierlich. Nachdem die Wintergerste bereits seit einigen Wochen vollständig eingebracht ist, stehen nur noch bei wenigen Landwirten die letzten Druscharbeiten an.
„Das reine Getreide und damit das Gros der klassischen Landwirtschaft ist jetzt durch. Bei einigen Kollegen geht es jetzt noch um Raps, vereinzelt auch noch um die Bohnen-Ernte“, so Ferdinand Schulze Froning, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne.
Mit der Wintergerste sind die Landwirte in der Region überwiegend zufrieden, berichtet Thomas Döring, der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe, zu dem auch Werne gehört.
„Die Hitze in der zweiten Junihälfte kam für die Gerste zu spät, um noch größere Auswirkungen zu haben. Ihre Ertragsbildung war zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen“, so Döring. Beim Weizen allerdings hatte die anhaltende Hitze im Juni vielerorts Folgen. Die Körner entwickelten sich nicht vollständig und trockneten oftmals bereits vorzeitig ab.
Folgen für Weizen
„Beim Weizen sehen wir deutlich die Folgen der langen Trockenheit und der hohen Temperaturen“, unterstreicht Ferdinand Schulze Froning. Zwar seien die Erträge vielerorts noch akzeptabel, das Niveau der vergangenen Jahre werde aber meist nicht erreicht.
Die zuletzt leicht gestiegenen Weizenpreise tragen nur teilweise dazu bei, die Ertragsverluste ausgleichen. „Entscheidend ist nicht allein, was am Ende vom Feld kommt, sondern auch, was dafür bezahlt wird. Die aktuellen Preise reichen in vielen Fällen nicht aus, um die gestiegenen Produktionskosten angemessen zu decken“, erklärt Döring.

Eine Prognose, wie die Erträge beim in Werne angebauten Futtermais ausfallen, kann der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Ortsverbands Werne bei der aktuellen Wetterlage nicht geben: „Es hängt sehr viel vom Boden ab. Teilweise sehe ich Mais, der schon drei Meter in die Höhe gewachsen ist, andererseits sehen die Pflanzen ein paar Kilometer weiter schon jetzt recht schlecht aus.“
Ausgiebiger Landregen über mehrere Tage könnte dem angeschlagenen Mais, der sich vielerorts bereits mit eingerollten Blättern vor dem Verdursten schützt, noch helfen, ansonsten drohen teils unterdurchschnittliche Ernteerträge.





















