„EssBAR“ eröffnet in Stockum: foodsharing-Angebot kehrt zurück

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Stockum. Mit der Wiedereröffnung der „EssBAR“ setzt Stockum erneut ein Zeichen für Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln. Gute Nachrichten gibt es dabei für alle, die sich für Lebensmittelrettung engagieren: An der Birkenstraße 2 wurde ein neuer Fairteiler eröffnet.

Bürgerinnen und Bürger können dort kostenlos gerettete Lebensmittel mitnehmen und so aktiv dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

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Hinter dem Projekt steht die Organisation foodsharing, eine bundesweite Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer retten überschüssige, aber noch einwandfreie Lebensmittel von Betrieben und stellen diese über sogenannte Fairteiler der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung. Ziel ist es, genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren und Ressourcen zu schonen.

Die Geschichte des Fairteilers in Stockum reicht bis ins Jahr 2018 zurück. Damals eröffnete Karina Psoch, Botschafterin der Organisation foodsharing, den ersten Standort im Ortsteil. Ziel war es, überschüssige, aber noch genießbare Lebensmittel vor der Entsorgung zu bewahren und sie der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Während der Corona-Pandemie musste der damalige Standort „Pavarotti“ jedoch schließen. Veränderte persönliche Umstände machten eine Betreuung des Angebots vor Ort nicht mehr möglich. Der Fairteiler zog anschließend nach Werne um und wurde dort unter neuem Namen weitergeführt.

Doch auch dieser Standort hatte keinen dauerhaften Bestand. Wie Karina Psoch berichtet, führten weiterentwickelte Vorgaben innerhalb der foodsharing-Organisation dazu, dass der Betrieb schließlich eingestellt werden musste. Die Verantwortlichen vor Ort entwickelten zwar eine alternative Lösung, diese wird jedoch unabhängig von foodsharing betrieben. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Haftungsregelung: Während foodsharing mit klar definierten Haftungsausschlüssen arbeitet, tragen die Nutzerinnen und Nutzer bei der alternativen Lösung die Verantwortung selbst.

Unabhängig davon wurde in Werne vor einigen Monaten ein neuer foodsharing-Fairteiler eröffnet. Unter dem Namen „Eisbär“ befindet er sich an der Brachtstraße und setzt die Idee der Lebensmittelrettung in unmittelbarer Nähe des früheren Standorts fort.

Umso größer ist nun die Freude über die Rückkehr eines Fairteilers nach Stockum. „Die Anwohner können sich freuen, nach so langer Zeit wieder einen Fairteiler vor Ort zu haben“, sagt Karina Psoch.

Verantwortlich für den neuen Standort ist Robert Schachtschneider. Mit viel Engagement hat er das Projekt aufgebaut und dem Fairteiler den Namen „EssBAR“ gegeben. Für ihn steht dabei nicht nur der praktische Nutzen im Vordergrund.

„Für mich ist das nicht nur ein Projekt, sondern eine Herzensangelegenheit“, betont Schachtschneider. Sein Ziel sei es, den Menschen in Stockum einen unkomplizierten Zugang zu geretteten Lebensmitteln zu ermöglichen und gleichzeitig das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu stärken.

Die „EssBAR“ befindet sich im Eingangsbereich eines Wohnhauses an der Birkenstraße 2 und steht ab sofort allen Interessierten offen. Durch die geschützte Lage ist das Angebot leicht zugänglich und kann unabhängig von Wetterbedingungen genutzt werden.

Ein besonderer Service für die Nutzerinnen und Nutzer befindet sich direkt am Fairteiler: Über einen dort angebrachten QR-Code können Interessierte einer WhatsApp-Gruppe beitreten. In dieser Gruppe wird regelmäßig darüber informiert, wann die „EssBAR“ neu befüllt wurde und welche Lebensmittel aktuell zur Verfügung stehen. So können Interessierte schnell und unkompliziert erfahren, wann sich ein Besuch besonders lohnt.

Weitere Fairteiler in Werne und Umgebung

– Wilde Hilde, Cappenberger Straße 14, 59368 Werne

– Rappelkiste, Am Solebad 4, 59368 Werne

– Eisbär, Brachtstraße 12, 59368 Werne

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