Fazit zu Erntedank: „Es hätte uns deutlich schlimmer treffen können“

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Werne. Am Sonntag wird Erntedank gefeiert. Traditionell bietet das Fest Anlass, um auf die diesjährige Ernte zurückzublicken. Hinter den Landwirtinnen und Landwirten in Ruhr-Lippe (Bochum, Dortmund, Hamm, Herne, Kreis Unna) liegt ein Sommer mit Hitze und Trockenheit. Die Auswirkungen waren dabei je nach Kultur und Standort sehr unterschiedlich, wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband jetzt mitgeteilt hat.

„Der Sommer hat auch bei uns deutliche Spuren hinterlassen. Gleichzeitig sehen wir, dass die Auswirkungen von Kultur zu Kultur und von Standort zu Standort sehr unterschiedlich sind“, sagt Thomas Döring, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Ruhr-Lippe.

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„Wenn man sich anschaut, wie dramatisch die Situation teilweise in Süddeutschland und anderen Regionen ist, müssen wir aber auch sagen: Es hätte uns deutlich schlimmer treffen können. Insgesamt können wir dankbar sein für das, was in diesem Jahr auf unseren Feldern gewachsen ist“, bilanziert Döring.

„Mit der Gerste sind wir sehr zufrieden. Die große Hitze im Juni kam zu einem Zeitpunkt, als die Ertragsbildung bereits weitgehend abgeschlossen war. Beim Weizen dagegen haben die hohen Temperaturen in der zweiten Junihälfte die Kornentwicklung gebremst“, sagt Döring.

Früher Start für Maisernte

Die Maisernte hat in diesem Jahr vergleichsweise früh begonnen. Hitze und Trockenheit beschleunigten die Entwicklung, gleichzeitig waren die Unterschiede zwischen den Standorten groß. „Dort, wo noch ausreichend Wasser zur Verfügung stand, konnten gute Bestände heranwachsen. Auf trockeneren Standorten müssen wir dagegen mit deutlichen Ertragseinbußen rechnen“, erklärt Döring.

Entlastung brachte der Regen in der zweiten Augusthälfte. Allerdings fiel auch er in Ruhr-Lippe sehr unterschiedlich aus. „Der Regen hat vielen Beständen noch einmal geholfen. Gleichzeitig zeigt sich, dass schon wenige Kilometer bei den Niederschlagsmengen einen deutlichen Unterschied machen können“, beschreibt Döring die Situation.

Erholung nach Regen im August

Auch auf dem Grünland zeigte sich der Einfluss der Witterung. Im Frühjahr entwickelten sich Wiesen und Weiden zunächst gut. Mit Hitze und Trockenheit ging das Wachstum dann deutlich zurück und kam teilweise nahezu zum Erliegen. Die Niederschläge im August sorgten dafür, dass die Flächen wieder grüner wurden und sich die Bestände erholten. 

Unabhängig vom Verlauf der Ernte stehen Betriebe weiterhin unter wirtschaftlichem Druck. Hohe Kosten für Energie, Diesel, Dünger und andere Ausgaben treffen auf teilweise unzureichende Erlöse. „Für uns Bauernfamilien zählt am Ende beides: Was auf dem Feld wächst und was wir dafür erlösen können. Wenn die Preise nicht ausreichen, um die Kosten zu decken, wird es auch bei einer akzeptablen Ernte wirtschaftlich schwierig“, betont Döring.

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