Fotoreise durch Alt-Werne: Rettung der Wärmehäuschen ein Thema

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Werne. Bei der Fotoreise des Heimatvereines im April war die Westfälische Stube im Heimatmuseum sehr gut besucht. Das Thema Kirchhof und Bonenstraße brachte es natürlich mit sich, dass die Entwicklung der Wärme-Häuschen auf Kirchhof genauer betrachtet wurde.

Es gab Fotos, auf denen waren die Häuschen fast total verfallen und auf einem war die Pfeifendrechslerei Frankemöller zu sehen, die in dem Eckhäuschen zum Roggenmarkt hin ihr Domizil hatte. Peter Voß berichtete: „Es muss der Großvater vom jetzigen Doktor Rath gewesen sein, der in den 50er Jahren beobachtete, dass ein Bagger sich den Wärmehäuschen, wohl in der Absicht diese abzureißen, näherte. Dr. Rath griff sofort zum Telefon und rief den Landeskonservator an. Es dauerte keinen Tag, und als Reaktion des Landeskonservators wurde der Bagger gestoppt und die Häuschen wurden unter Denkmalschutz gestellt. Der weitere Abriss der Wärmehäuschen war vermieden.“

Die Drogerie Reesmann an der Ecke zur Magdalenenstraße hatte früher groß als Überschrift stehen: „Drogen-Verkauf“; heutzutage kann man das als Reklame fast schon wieder für möglich erscheinen lassen. Beim Anblick des Geschäftes „Putz und Hutmoden-Refeuter“ auf dem Kirchplatz gab es die Nachfragen, wie das denn zusammenpasst; Putzmittel und Hüte? Da konnten ältere Teilnehmer schnell aushelfen und sagten, dass die Frauen sich früher hübsch herausgeputzt hatten und dazu brauchten sie auch Hüte.

Interessierte Einblicke gab es wieder bei der Fotoreise des Heimatvereins.

Bei den Bildern der Bonenstraße beeindruckte insbesondere der Wechsel in den kleinen Geschäften: Ob das „Fahrrad und Kinderwagen“ von Böcker war oder der Lebensmittelhändler Fahle; früher war mal die Sparkasse in dem Haus, welches später Kaufhaus Pelster wurde.

Bei einem Foto von der Fleischerei Angelkort war erkennbar, dass die Schinken- und Schweineviertel in Leinentücher gehüllt waren, um sie vor Fliegen im Sommer zu schützen. Bei diesem Anblick fiel Kalla Markhoff ein, dass seine Cousine, eine Verkäuferin, von einem Kunden aufgefordert worden war, ihm die Schinkenbeutel einmal zu zeigen. Die Cousine reagierte sofort und zeigte dem Kunden die besonders passenden Unterhosen für die Herren.

Die nächste Fotoreise findet im Mai statt und führt über den Ring Ostmauer, Südmauer, Westmauer, Roggenmarkt und Schlot.

Familienbildungsstätte zu Besuch im Heimatmuseum

Auch die Teilnehmerinnen der Gymnastikgruppen „Wer rastet, der rostet“ besuchten zusammen mit Kursleiterin Christa Wulfert das Heimatmuseum.

Museumsführerin Marie-Luise Kilinski und Barbara Schaewitz sowie Peter Voß vom Heimatverein hatten eine interessante Fotoreise durch Werne vorbereitet.

Die Zeitreise durch Alt-Werne begeisterte die Damen und es wurden lebhaft Erinnerungen ausgetauscht. Viele „Altwernerinnen“ ergänzten die Zeitreise mit erlebten Anekdoten und Geschichten über bekannte, teilweise längst verstorbene Werner Bürger.

Teilnehmerinnen der Gymnastikgruppen „Wer rastet, der rostet“ waren im Stadtmuseum zu Gast. Foto: privat

Interessant waren die alten Fotos der Germania auf dem Markt, dem alten Turm der Christophorus-Kirche, dem Verlauf der Straßenbahn, das alte Krankenhaus, der Domhof und die reich verzierten Fassaden einiger Häuser der Innenstadt. Erinnerungen wurden wach beim Kino Brauckhoff, dem Moormanngelände, Schlot, Roggenmarkt, Freibad und dem Kirchplatz.

Der Heimatexperte Peter Voß rundete mit vielen geschichtlichen Informationen über Stadt- und Gebietsgrenzen den gelungenen Nachmittag ab.

Die Gymnastikstunden aller drei Gruppen fallen am Freitag (12.06.2026) aus und werden auf den (05.06.2026) zu den gewohnten Zeiten vorverlegt.

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