Werne. Bundesweit geraten immer mehr Bäckereien unter Druck. Das liegt auch daran, dass Menschen ihr Brot häufiger beim Discounter und nicht mehr in klassischen Handwerks-Bäckereien kaufen. Ein Trend, der auch in Werne spürbar ist.
Steigende Kosten für Energie und besonders für Personal sowie Nachwuchsprobleme machen das Bäcker-Leben nicht einfacher. Im ersten Halbjahr 2026 meldeten der „Creditreform“ zufolge bundesweit 63 Betriebe Insolvenz an, rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
„Man kann in unserer Branche nicht sagen, dass der Große erfolgreicher ist, als der Kleine. Das sind meist individuelle und standortabhängige Geschichten. Es ist aber schon so, dass der Filialist mit mehreren Standorten den Vorteil hat, wenn eine Filiale von einer schlechten Umsatzentwicklung betroffen ist, dies ein Stück weit zu kompensieren“, sagt Stefan Braune, Inhaber der gleichnamigen Landbäckerei mit vier Läden in Werne.
„Es sind herausfordernde Zeiten“, sagt der Landbäckerei-Chef in Hinblick auf die Tatsache, dass immer mehr Discounter ihre SB-Theken mit Backwaren vergrößern: „Aufgrund der Gesamtstimmung gibt es immer mehr Menschen, die nicht mehr ausgeben wollen oder können. Immer mehr Menschen versorgen sich im Discounter, obwohl der Bäcker grundsätzlich bei der Bevölkerung beliebt ist.“

Seine frischen Produkte bietet Stefan Braune im K+K Markt, an der Stockumer Straße gegenüber der Wiehagenschule, neben dem Aldi-Markt am Bahnhof sowie an der Lünener Straße an. „In Werne ist grundsätzlich noch eine solide Kaufkraft vor Ort. Der Standort funktioniert für uns also nach wie vor“, so der Landbäckerei-Chef.
Die Filiale an der Stockumer Straße verzeichnet im Vergleich zu den drei anderen Geschäften eine geringere Frequenz. „Die ist von der Erreichbarkeit her etwas schwierig. Am Wochenende läuft es dort wie geschnitten Brot, aber in der Woche ist es etwas schwierig“, erklärt Stefan Braune.
Beim Standort in Bahnhofsnähe wünscht sich der Bäckermeister schon seit langer Zeit ein anderes Erscheinungsbild. „Der ist in die Jahre gekommen, daher möchten wir den seit Jahren umbauen. Allerdings erzählt man uns, dass der ganze Standort neu gebaut werden soll – dass allerdings auch schon seit einigen Jahren.“





















