Werne. Wie finden Menschen passende Ärzte, Therapeuten oder Pflegeangebote? Welche Unterstützung gibt es beim Verstehen medizinischer Unterlagen? Und wie lässt sich die eigene Wohnung so anpassen, dass ein selbstbestimmtes Leben möglich bleibt? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der „Inklusionstreff Werne – Barrierefreie Teilhabe“ am 31. Juli im Bunten Haus.
Als Referenten begrüßte Vereinsvorsitzender Marius Gellert Judith Steinkamp vom Mobilen Gesundheitskiosk Kreis Unna sowie Rüdiger Willms von der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna
Mobiler Gesundheitskiosk: Unterstützung bei Gesundheitsfragen
Judith Steinkamp stellte zunächst die Arbeit des Mobilen Gesundheitskiosks vor. Das Projekt besteht seit 2023 und ist bis Ende 2026 befristet. Ob es anschließend fortgeführt werden kann, sei von politischen Entscheidungen und den verfügbaren finanziellen Mitteln abhängig, hieß es.
Der Mobile Gesundheitskiosk unterstützt Menschen unter anderem bei der Suche nach Ärztinnen, Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten und ist mit weiteren Beratungsstellen und Angeboten des Gesundheits- und Sozialsystems vernetzt.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sei der Abbau von Barrieren, die z.B. durch Sehbehinderung, Blindheit, eine Hörbeeinträchtigung oder sprachliche Verständigungsschwierigkeiten entstehen. Dabei arbeite der Gesundheitskiosk auch eng mit Angehörigen zusammen. Weitere Aufgaben sind die verständliche Erklärung von Arztbriefen und medizinischen Informationen sowie Angebote zur Prävention und Früherkennung. Die Beratung kann bei Bedarf auch im häuslichen Umfeld stattfinden. Zudem ist eine Begleitung zu Terminen möglich.
Wohnberatung: Möglichst lange in der eigenen Wohnung leben
Im Anschluss informierte Rüdiger Willms über die Arbeit der Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna und über Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes für ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Er betonte, dass die meisten Menschen so lange wie möglich in ihrer Wohnung leben möchten. Durch frühzeitige Beratung und vorbeugende Maßnahmen könnten Barrieren reduziert, Unfälle verhindert und auch Kosten verringert werden.
Die Pflege- und Wohnberatung unterstützt bei Fragen zu Pflegeleistungen, Wohnraumanpassungen und geeigneten Wohnangeboten und hilft bei der Suche nach Pflegediensten und altersgerechten Wohnanlagen und arbeitet neutral und kostenfrei.
Sie spricht keine Empfehlungen für einzelne Anbieter aus, kann aber Listen mit Pflegediensten, Wohnanlagen und weiteren Anlaufstellen per E-Mail versenden oder bei einem persönlichen Beratungsgespräch aushändigen.
Auch Hausbesuche sind möglich. Getragen wird das Beratungsangebot vom Kreis Unna, der Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Unna, dem Caritasverband und der Ökumenischen Zentrale für Altenhilfe. Auch Pflege- und Krankenkassen beteiligen sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben an den Beratungsleistungen.
Sommerpause im August
Im August legt der Inklusionstreff Werne – Barrierefreie Teilhabe eine Sommerpause ein. Das nächste Treffen der Selbsthilfegruppe findet am Freitag, den 25. September 2026, statt. Das Thema der Veranstaltung wird noch bekannt gegeben.





















