Jizo-World: Stein und Seele – Aus der Welt des Nagaoka Wakei

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Werne. Nagaoka Wakei (1955-2025) gehörte als zweifach ausgezeichneter Großmeister zu den profiliertesten Künstlern buddhistischer Prägung der japanischen Gegenwart. Seine plastischen Werke mit ihrer besonderen Aura lassen sich in vielen wichtigen Tempeln Japans entdecken.

Mit der gleichnamigen Sonderausstellung des Kreises Unna im Museum Haus Opherdicke in Holzwickede (2. bis 23. August 2026) stellen der Japanologe Clemens Schlüter und seine Frau Ryoko nicht nur ein neues Modul ihrer Jizo-World vor, sondern feiern zugleich den 40. Geburtstag dieser größten Privatsammlung ihrer Art von Darstellungen des Jizō Bosatsu, der beliebten Kultfigur Japans.

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Privatsammlung von Rang von Clemens und Ryoko Schlüter

Die Sammlung wird von den Schlüters, die seit 30 Jahren in Werne leben, noch immer aktiv führt und erweitert. Die Sonderausstellung, die Kreis Unna veranstaltet, steht unter der Schirmherrschaft des Japanischen Generalkonsulats Düsseldorf.

Die Privatsammlung Jizo-World von Clemens und Ryoko Schlüter aus Werne besteht sei 40 Jahren.  Foto (Archiv): privat
Die Privatsammlung Jizo-World von Clemens und Ryoko Schlüter aus Werne besteht sei 40 Jahren. Foto (Archiv): privat

In Europa war Nagaoka Anfang der 1990er Jahre zunächst nur im British Museum in London vertreten. Aus der ersten Begegnung mit dem Sammlerpaar Schlüter entwickelte sich eine Freundschaft, die bis zum Tode des Künstlers über mehr als 33 Jahre währte. Diese Freundschaft wurde im Laufe der Jahrzehnte immer wieder bestärkt durch Schenkungen an die Schlüters seitens des Künstlers, der neben seiner einzigartig begnadeten bildhauerischen Kunst auch ein großer Zeichner war.

Ausstellung zeigt Originale und Dokumentation zum Wirken des Künstlers

Über Skulpturen und Bilder für die Jizo-World hinaus wurden durch Vermittlung der Schlüters weitere Stiftungen an Museen in Deutschland möglich, so 1995 für das Haus Völker und Kulturen in Sankt Augustin und 2004 für das Grassi-Museum in Leipzig – jeweils aus Anlass von Jizo-Sonderausstellungen. Seit 2003 steht im Garten des japanischen Tempels (EKO-Haus) in Düsseldorf auch eine von Nagaoka geschaffene Skulptur des Prinzregenten Shotoku-Taishi.

Die Ausstellung wird nicht nur durch Originale von Nagaoka Wakei, sondern auch durch eine Dokumentation über das Wirken des Künstlers in Japan selbst beseelt. Die Eröffnung beginnt um 11 Uhr im Spiegelsaal von Haus Opherdicke. Marion Freitag (Leiterin Stabsstelle Kultur und Tourismus, Kreis Unna, und Makoto Sugimura, Vizekonsulin Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf, begrüßen die Gäste. Die Einführung übernimmt Clemens Schlüter.

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