650.000 Euro Mehrkosten für Sporthallen-Neubau

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Werne. „Wir haben exorbitante Kostensteigerungen in den Gewerken, einige mussten wir neu ausschreiben“, hatte Dezernent Frank Gründken in der Mitgliederversammlung des Stadtsportverbandes schon am Montag, 13. Juli 2026, zum Bau der neuen Zweifach-Sporthalle mit an der Klöcknerstraße mitgeteilt.

Weil die alte Turnhalle der Wiehagenschule wegen der Schulerweiterung abgerissen wurde, soll an der Klöcknerstraße bekanntlich der Neubau einer Zweifach-Turnhalle mit drei Mehrzweckräumen entstehen.

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Zum heutigen Tag der Grundsteinlegung für die Sporthalle, die den Kindern der Wiehagenschule und Vereinen als Sportstätte dienen wird, liegt die Liste zu den kurzfristig eingegangenen Mehrkosten auf dem Tisch: 650.000 Euro müssen im Haushaltsjahr 2026 laut Verwaltung demnach zusätzlich ausgezahlt werden.

Den Beschluss darüber haben am Dienstag, 21. Juli, die Mitglieder des Betriebsausschusses für den Kommunalbetrieb Werne auf der Tagesordnung (17.30 Uhr, Stadthaus, EG großer Sitzungsraum).

Die Mittel zur Finanzierung der Gesamtprojektkosten in Höhe von 7,08 Millionen Euro wurden in den Wirtschaftsplan des Kommunalbetriebes bereitgestellt, heißt es in der Beschlussvorlage zur Sitzung.

Eigenanteil der Stadt an Gesamtkosten bei fast 4,2 Millionen Euro

Die Summe setzt sich zusammen aus den 6,8 Millionen Euro der ursprünglichen Kostenbereitstellung in dem Wirtschaftsplan sowie den 280.000 Euro, welche in der Sondersitzung am 26. Februar 2026 als zusätzliches Budget genehmigt wurden. Dieser Investition stehen Fördermittel von rund 2,98 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK 2022) als investive Einzahlung gegenüber. Bleibt für die Stadt Werne ein Eigenanteil von knapp 4,2 Millionen Euro.

Die Gewährung der Fördermittel ist an folgenden Bedingungen gekoppelt:

Bau einer Zweifachturnhalle

Abriss der TH Stockumer Str. (erfolgt)

Abriss der TH Barbaraschule (in 2027)

Bau von drei Mehrzweckräumen

Der Projektabschluss bis Ende des Jahres 2027 (Dies gilt sowohl für den Neubau der Sporthalle, als auch für den Rückbau der Turnhalle an der ehemaligen Barbaraschule.)

Kostenexplosion in den Gewerken zwingt zu Neuausschreibungen

Nachdem die Erdarbeiten zum Tag der Grundsteinlegung weit fortgeschritten sind, wurde das zweite Vergabepaket, mit den Gewerken „Dachabdichtungsarbeiten“, „Fenster / Außentüren“, „Fassadenbauarbeiten“, „Trockenbauarbeiten“, „Metallbau- / Schlosserarbeiten“, „Zimmer- / Holzbauarbeiten“ sowie „Lüftungsinstallation“ am 21. April 2026 ausgeschrieben, informiert die Verwaltung in der Beschlussvorlage. Die Leistungsverzeichnisse wurden von dem Architekturbüro demnach mit einer Summe von insgesamt rund 1,67 Millionen Euro bepreist.

Die Prüfung der eingegangenen Angebote ergab, dass insbesondere die Angebotssummen der Vergaben „Fenster / Außentüren“ und „Fassadenbauarbeiten“ die zuvor prognostizierten Kosten von 564.023 Euro um 468.087 Euro deutlich überschreiten. Konsequenz: Beide Ausschreibungen wurden daher wegen Unwirtschaftlichkeit aufgehoben.

Für die neuerliche Ausschreibung wurden die Leistungsverzeichnisse von dem Architekturbüro überarbeitet und nun auf 728.760 Euro geschätzt. Bleibt eine Differenz von rund 165.000 Euro zu den ursprünglich prognostizierten Kosten.

Aufgrund von weiteren Mehrkosten in verschiedenen Gewerken, die in der Sitzung offengelegt werden, übersteigen die erwarteten Gesamtprojektkosten die bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 7,08 Millionen Euro um rund 519.060 Euro.

Um die für die Förderung relevante Fertigstellung in 2027 nicht zu gefährden, ist die Deckung des Mittelmehrbedarfes in Höhe von 519.060 Euro im Haushaltsjahr 2026 erforderlich, weist die Verwaltung in der Vorlage aus.

Das Gesamtprojekt bewegt sich mit dem Budget von 7,08 Millionen Euro deutlich an der unteren Grenze der Machbarkeit in Relation zum formulierten Umfang. Bereits im Vorfeld wurden laut Verwaltung intensive Maßnahmen ergriffen, um die Kosten in den einzelnen Gewerken zu reduzieren, ohne den Projekterfolg zu gefährden, heißt es ferner.

Potenziale zu weiteren signifikanten Einsparungen ergeben sich nur bei Aufgabe der geplanten Funktionalitäten. Schritte dieser Art können förderschädliche Wirkung haben und bedingen erhebliche Umplanungen. Um das bestehende Ziel einer geförderten Umsetzung einhalten zu können, müssen weitere Verzögerungen ähnlicher Art vermieden werden. Die Erhöhung sollte daher einen Umfang von 650.000 Euro haben, um eine weitere Zeitverzögerung zu vermeiden.

https://buergerinfo.werne.de/sessionnet/buergerinfo/si0057.asp?__ksinr=3512

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