Werne. Nicht neu, allgegenwärtig und an Grundschulen ein Problem: die Eltern-Taxis. Der Bring- und Abholverkehr führt nicht nur zu Staus vor den Schultoren, sondern vor allem auch für gefährliche Situationen für die Kinder, die sich den Weg zwischen den an- und abfahrenden Autos bahnen müssen.
Das ist auch an Werner Schulen ähnlich. Im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (UVK) ging es am Mittwoch, 11. März 2026, im Rahmen der Schulumfeldverbesserung um Versuche, die Situationen an Wiehagenschule und Uhlandschule durch lenkende Maßnahmen in den Griff zu bekommen.
Wiehagenschule: „Verkehrsnase“ soll Fahrt zum Schultor unattraktive machen
Mobilitätsmanagerin Barbara Naß erläuterte den Status quo an der Wiehagenschule, die eingebettet in ein Wohngebiet liegt. Die Schule werde über die schmale Sackgasse Am Weihbach angefahren. Problem entstehen daher durch das Wenden der Fahrzeuge, während neue einfahren. Um hier gegenzusteuern, soll an der Einfahrt vom Ostring zum Weihbach eine „Verkehrsnase“ (auch Gehwegnase genannt, Anm. der Red.) installiert werden, die die Überquerung der Straße verkürzt.

Das mache das Fahren bis zum Schultor unattraktiver, hofften Naß und KBW-Leiter Dr. Tobias Gehrke darauf, das dies ein wirksames Mittel gegen Unbelehrbare sei. Parallel sollen am Ostring weitere Elternhaltestellen geschaffen werden. Grundsätzlich gehe es darum, den Verkehr von der Schule weg zu halten.
Uta Leisentritt (CDU) äußerte Sepsis und befürchtete, dass dadurch die Situation – wie an der Uhlandschule sichtbar – verschlimmbessert würde. „Die Maßnahme ist reversibel“, hielt Gehrke dagegen und räumte aber auch ein, dass es keine perfekte Lösung für alle Belange gebe. Nach einer dreimonatigen Testphase könne man dann entscheiden, wie es weiter gehe.
Uhlandschule: „Unechte Einbahnstraße“ soll Verkehrssituation entlasten
Wie von Leisentritt angesprochen, ist die Situation an der Uhlandschule prekär. „Es ist eine Schule im Wohngebiet und während des Hol- und Bring-Verkehrs ist hier der Teufel los“, beschrieb Barbara Naß die Verkehrslage auf der Wibbeltstraße. Hinzu komme noch, dass auch die Busse hier an- und abfahren. Zudem sei die Sicht eingeschränkt.

Im Gespräch mit Schule und Polizei habe man Lösungen entwickelt, Markierungen und Piktogramme aufgebracht, so die Mobilitätsmanagerin. Es werde über die Ausweisung einer „unechten Einbahnstraße“ nachgedacht. Das heißt, dass zu bestimmten Zeiten die Einfahrt von der Einmündung Wagenfeldstraße in Richtung Schule gesperrt sein soll. Derlei Maßnahmen verursachten aber immer auch Mehrverkehre für andere Straßen, machte Gehrke deutlich.
Die Verkehrsfrequenz werde durch viele Mitarbeiter von Amazon erhöht, die bei Schichtwechseln an der Schule vorbeifahren, schilderte Uta Leisentritt und riet dazu, die Bushaltestelle zu verlegen.
Wir nehmen die Anregungen mit, versprach Gehrke und kündigte an, dass man in der nächsten UVK-Sitzung im Mai dann Maßnahmen beschließen könne.






















